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Wien | 8.2.2005 | 14:00 
Geschichten aus dem wirklichen Leben.

Rotifer, Andreas

 
 
Journal '05: 8. 2., Dienstag.
  Das neue Zeitalter.
Test, test, Test...
 
 
 
  Okay, ich bin ein Steinzeit-Mensch.
Ich hab außer TV- und Video-Gerät und einem Plattenspieler (und der ist sogar ohne Receiver) keinerlei unterhaltungs-elektronische Gerätschaft daheim.
Vor allem keinen Computer, no PC, nixe Laptop.

Meine (vorsintflutliche) Philosophie lautete bisher: wenn ich mir diese Maschine nicht ins Haus hole, lasse ich sowohl Arbeit als auch Abhängigkeit draußen.

Bislang war ich im gut durchtechnisierten Funkhaus gut aufgehoben; und auch Dummheiten wie das tägliche Durchschauen von nutzlosen Fußball-Seiten blieben auf die - eh viel zu lange - Zeit beschränkt, die ich dort zubrachte.

Bis jetzt.

Denn das Journal 05 bringt mir den Feind (zwar nicht ins Bett aber doch) ins Haus.

 
 
  Denn natürlich geht eine tägliche Text-Herstellung samt Foto-Runterlade nicht ohne Mobile Eintipp- & Bild-Entwicklungs-Einheit.

Ich hab diesen Zeitpunkt weißgott ordentlich rausgezögert. "Morgen" lautete in den letzten Tagen das Hauptwort im Dialog zwischen U. und mir, und es ging - auch ohne das Thema benennen zu müssen - immer um den Laptop, und die Einschulung dazu.

Und heute ist's passiert.
U. und vor allem H. haben ein wahres Wunderding zusammengeschraubt, das einfach alles kann, was das tägliche Journal braucht. Und mir die Handhabung nähergebracht.

Die Haupt-Herausforderung für diese Experten bestand darin, soviel sinnvolle Technik wie möglich so deppensicher wie möglich zu verpacken.
Damit ich nichts versemmeln kann.

 
 
  Das ist alles gar nicht so einfach.
Die ORF-Firewall ist streng und deshalb auch so stark.
Und alles, was irgendwie am System hängt, auch wenn es wie mein neues Spielzeug sich von draußen einwählt, muss speziell konfiguriert werden.

Für mich nur eine weitere Ausrede ganz sicher nicht deppert im Web herumzustolpern mit diesem neuen Kübel. Da kann man sich ja ansteckende Krankheiten deluxe einfangen in dieser bösen virtuellen Welt da draußen.

Die Karte, die das alles möglich macht und in der Seite des Gerätes steckt, wie ein Messer in der Seite des ermordeten Seemanns im Simenon-Krimi, blinkt schön vor sich hin;
Einwählen und Texten, bislang alles problemlos und auch ziemlich schnell; besser als in jeglichem Internet-Cafe.

Die Schriftgröße, naja, da muss ich noch basteln. Die Tastatur, fragil. Wo ist hier "entf"?

 
 
  Jetzt noch der Foto-Test - ich hab sicherheitshalber alle Bilders auch im anderen Kübel abgespeichert - ja, das klappt ja geradezu teuflisch gut und schnell.

Wie jeder Höhlenmensch, der erstmals Bilder an die Wand schmiert, steh ich verblüfft vor neuen Toren.
Oh, dafür wurde der Foto-Stick automatisch geleert, und ich hab die hübschen Bildchen von N., K. und I. nicht mehr in Fenster-Schau-Vorzeige-Griffweite. Schade.

Na egal. Das neue Zeitalter, so sieht es also aus.

Aber: außer Texten und Bildern wird nur noch ein simples Schreib-Programm genützt. Die dummen Fußball-Sites und all die Links, die ich von euch Hörer/Leserchens bekommen, schau ich mir weiter im Funkhaus an.

Da bleib ich Steinzeit.

 
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