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Wien | 18.10.2008 | 15:23 
Maßgebliche Musiken, merkwürdige Bücher und mühevolle Spiele - nutzloses Wissen für ermattete Bildungsbürger

Sonja, Pinguin, Rotifer

 
 
Konzertflut
  Es muss weitergehen! Die Konzertlawine rollt und es gilt zu sehen, dass man von ihr mitgenommen wird und nicht am Ende der Woche nicht mehr genug Geld für Klopapier übrig hat. So ist der Herbst und wer heute noch kein Ticket hat, baut sich keines mehr, wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben.
 
 
 
19.10. Thalia Zedek Band
  @Chelsea, Wien

Das lohnt sich aber immer: Thalia Zedek ist "proud lesbian", sie war Klarinettistin in der Schulband, jahrelange Heroinkonsumentin, Sängerin der Bruitisten Band Live Skull und - gemeinsam mit Chris Brokaw von den legendären Codeine - Gründerin der Intellektuellen Band Come. Seit 2001 ist Thalia Zedek solo unterwegs und ihr düsteres Soundverständnis wächst live noch über die Studiovorstellungen hinaus.

 
 
20.10. Infadels
  @Flex, Wien

Wer zum Release einer Single namens "Gratissachen für die Armen" tausende Pfund aus einem Bürofenster wirft, bis die Polizei kommt, der hat das "Wie man einfach zu einer Nummer eins Single kommt" Manual von KLF's Bill Drummond genau gelesen und darf wohl als Diskordianer bezeichnet werden. Auch sonst liegt der Vergleich mit den großen Dancefloor Anarchisten nahe und Infadels-Konzerte sollen das von der Band gegebene Versprechen einlösen, ein Materialschlachtspektakel mit Zuschauerbeteiligung, ein "verrückter Zirkus" zu sein. Und wer gerade seinen Performance-Tag hat, kann testen, ob er/sie es nicht fertigbringt, doch "too extreme for us" zu sein.

 
 
20.10. Cracker (USA)
  @Chelsea, Wien

Einst als Nebenschauplatz der Urwichtigen 80er Folkrock- Reggae Crossover Turppe Camper van Beethoven gestartet, ist Cracker in der Bilanz die beliebterer und kommerziell erfolgreichere Band um beider Leader und Sänger/ Texter David Lowery. Wo Camper sich oft mit Stilmixen und Endlosimprovisationen KritikerInnennicken abgeholt haben, sind Cracker (ein Südstaaten Ausdruck für 'nichtsahendes Landei', so sagt man mir) mit Liedzeilen wie "Happy Birthday to me" vor Tausende aufgetreten, ohne dass man die Feinheit im Songwriting und der Humor von Lowery missen musste.
 
 
 
21.10./25.10. These Are Powers (USA)
  21.10.@Arena, Wien
25.10.@Stellwerk, Innsbruck

Schon wieder Brooklyn. Die Lärmarmee aus dem Umfeld der Liars sieht sich als Nachfolgerin der No New York-Szene der Endsiebziger um Contortions und Swans und ist in den USA bereits vor Calvin Johnston oder zusammen mit Fritz Ostermayers jüngster Liebe, der EddieVanHalen- Tapping- Erbin Marnie Stern, auf Tour gewesen. Heuer beim Donaufestival Krems konnte man schon eine erste Kostprobe ihres hektischen 'Geisterpunks' bewundern, jetzt in der Arena erstmals eine volle Show.

 
 
21.10. Built To Spill
  @Flex, Wien

Nach den Lemonheads meldet sich erneut eine Legende des Post Grunge zurück. Das Kind des eigenwilligen Doug Martsch aus Boise, Idaho, gegen das das überbesprochene Omaha, Nebraska wahrscheinlich wie eine weltoffene Metropole aussieht, ist eine Crazy Horse verpflichtete Mischung aus Schwerriff und Leichtsong mit offener Experimenthaltung und nahezu kindlich-euphorischer Melodieerdung. Weder von Built To Spill noch von den Halo Benders (Martschs dekonstruktivistischem Sideprojekt mit Steve Fisk und Beat Happenings Calvin Johnson) hat man in jüngster Zeit nicht viel gehört, ausser dass sie, dem Großband- Trend folgend, ihr erfolgreichstes Album Perfect from now on beim All Tomorrows Parties Festival zur Gänze aufgeführt haben.

 
 
22.10. 1000 Robota (D)
  @Posthof, Linz

Die werden das neue Jungswunder aus Deutschland sein: Kaum dem Schulkindalter entwachsen, schon von Tapete Records gesignt und dauernd zwischen den Schuarbeiten auf Tour... nein das ist gemein, das sind Vollblutmusiker mit höherem lyrischen Anspruch im Erwachsenwerd- Evergreen- Versfeld "Wut, Verzweiflung, brennen", dazu fescher Zornschmollmund, Revlutionsslogans und eine tighte Bass, Funkgitarren und Beatkompetenz in allen S.Y.P.H.- und Talking Heads-Fragen. Den Engländern gefällt es vermehrt, da vergleicht man 1000 Robota bereits mit The Fall oder Palais Schaumburg. Österreich wartet bisher noch ab, also Zeit wird's, sich das anzuschauen.

 
 
23.10. Mr. Oizo
  @Fluc, Wien

Es ist nun schon fast 10 Jahre her, dass es dem Beherrscher der Gläubgen des Electro gefallen hat, eine französische Minimal Single mit einem unwiderstehlichen Basslauf mittels Handpuppen Video und Jeanswerbung zu einem der erfolgreichsten Instrumental-Tracks der Chartsgeschichte zu erheben. Flat Eric, die headbangende Handpuppe zum gleichnamigen Track lag 1999 in fast jedem tiefergelegten Auto. Doch Producer Quentin Dupieux zieht sich nicht auf ein Landhaus zurück, sondern ist seitdem mit Mixes für Air, Scissor Sisters und Jamie Lidell tätig geworden und hat auch eine EP auf Ed Banger veröffentlicht. Der Fluc-Auftritt dürfte eine der Gelegenheiten werden, den Meister außerhalb von Effektdiscos oder exklusiven Modeschauen bei der Arbeit sehen zu können.

 
 
24.10 STYRIANSTYLEZ
  In ganz Graz, mit Guadalajara, Once Tasted Life, Scarves, Killed By 9V Batteries, Bunny Lake, Scarabeus Dream, Binder&Krieglstein, Staggers...

Es scheint oft, dass in Graz mehr los ist als in jeder anderen Landeshauptstadt, Wien inklusive. Das scheint so, weil es nicht etwa mehr Graz Termine internationaler großer Bands gibt (obwohl die steirischen AusgehfreundInnen hier immer noch gesegneter sind als etwa Innsbruck) sondern weil die steirischen Veranstalter immer wieder mit großen, venueübergreifenden Stadtereignissen den berühmten Graz Geist beschwören. (hier in seiner "Wien ist Grazer Vorort"- Zentristik wiederum ein bisschen mit den Innsbruckern vergleichbar). Und diese Volksfeste haben's in sich, sei es das glamouröse Spring oder das intellektuelle Elevate Festival, sei es diese umfassende zweitägige Werkschau der steirischen Kräfte, die sich über die ganze Stadt verteilt.

  Scarabeus Dream
 
 
23 - 25.10 Firewater
  23.10.@ppc, Graz
24.10.@Kino Ebensee
25.10.@Flex, Wien

Cop Shoot Cop, die urbane, jüdische Hardcore- Zelle ist Vergangenheit, aber Firewater ehren das musikalische Erbe der Vorgängerband mit hochmelodiösen Ärgersongs des CsC und Firewater Kopfes Tod A. , der die Ergebnisse einer Weltreise in die letzte, vielleicht interessanteste Firewater Platte gesteckt hat und die nun live auf einer Österreich Tour zu sehen sind.

 
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