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Wien | 15.5.2002 | 19:35 
Maßgebliche Musiken, merkwürdige Bücher und mühevolle Spiele - nutzloses Wissen für ermattete Bildungsbürger

Sonja, Pinguin, Rotifer

 
 
SkUG und Spoiler
  Die tun was: Die Vereine - ich hoffe man kann sie so bezeichnen, ohne dass die unangenehme, sektiererische Vereinsmeierei- Assoziation mitschwingt - Spoiler und SkUG kümmern sich seit Jahren um die Veranstaltung, Archivierung und Erfassung Österreichischer Musik aus dem Untergrundbereich.

Anders als der Soundpark, wo österreichische Bands, vom Grundgedanken her, eher sich selber promoten, also lediglich eine Plattform geboten wird [die modernere Idee] ist das SRA [SkUG Research Archiv] mehr wie die klassische Enzyklopädie, ein Online Verzeichnis aller Bands, Menschen, Tonträger und Publikationen, die in Österreich in den letzten 10 Jahren erschienen sind.
 
 
 
SkUG
  SkUG, wer das noch nicht kennt, steht für "SubKultur und UnderGround" und steht als österreichisches Spex- Pendant seit 1990 in den Kiosken. SkUG war die Heimat von so ziemlich allen österreichischen alternativen Musikkritikern, von Christian Fuchs bis Fritz Ostermayer, von Alfred Pranzl bis Didi Neidhart, von Paul Poet bis Didi Bruckmayr & Fadi Dorninger [Wipeout], Gerhard Stöger [Falter] oder den superen Krispel Brüdern [ich durfte dort kurz Tirol Korrespondent sein, seinerzeit... ]

Neben dem noch älteren 'Chelsea Chronicle' [wo unter anderem der Herr Schachinger vom Standard seine Kritikersporen her hat] war das SkUG das österreichische Hauptprintorgan für das, was das [schwer zu definierende] sogenannte 'Alternative/ Independent' Kulturuniversum bedeutete, parallel zu Musibox und FM4 im Radio. Manchmal hatte man den Eindruck des übertriebenen Spex Rip Offs, manchmal ist das SkUG im Vergleich zum allzu 'trendy/ meinungsmacherischen' deutschen Vorbild erfrischend obskurer und unstylischer gewesen, etwa in Schwerpunkten über Osteuropa oder dem Feiern von avantgardistischem Freejazz oder Frickelelektronik.

Sich nicht um Lifestyle zu kümmern [was außerhalb Englands jahrelang eh nur geheißen hatte, von Face, Wired oder I-D abzuschreiben] war eine verzopfte aber mir sympathische Haltung des notorisch nichtzahlenden und Idealisten beherbergenden Fanzines.

 www.skug.at
 
 
SRA
  Das SkUG sollte bald mit einem ambitionierten Projekt online gehen, eben mit oben erwähntem Research Archiv. Seit 1993 gibt es:
250.000 Datensätze, die online abrufbar sind
500.000 Seitenzugriffe monatlich
3000 Anfragen jährlich mittels Telephon, Fax und email
10.000 Tonträger und 5000 Zeitschriften öffentlich zugänglich im SR Archiv.

Derzei sitzt das SRA noch in einem Hinterhof im 7. Bezirk, dort soll es aber ausziehen und zwar jetzt.

Neuer WG Partner ist:

 SkUg Reasearch Archive
 
 
Spoiler
  Das Projekt des Sabotage-Chefs Robert Jelinek, der im Museumsquartier auf dem Areal der Electric Avenue einen öffentlichen 'Musikspace' gründen wird.

Öffentliches Sound-, Video- und Bildarchiv, Interface Operations and Future Technologies, Sound Worklabs, Conferences, Talks, Workshops, Theme Labs, Label Showcases, Live Acts, DJ-Sets, Screenings, Magazine Culture, Performances - Spoiler Record Label - Spoiler Zine, Permanente Installationen im Stadtraum....

Sie haben viel vor- die Aktivitäten des Spoiler im Museumsquartier starten im September, der Einzug ist jetzt gleich.


 Spoiler
 
  Tontragen inkl. Kinderarbeit
 
 
Tontragen
  In einer Menschenkette werden die Platten des SRA von ihrem bisherigen Standort im MICA [Stiftgasse 29. im 7. Bezirk in Wien] zum Museumsquartier, das sollen etwa 500 Meter sein. Die Idee dahinter ist: Es könnte ja Menschen geben, die sich einen Spaß daraus machen, alle österreichischen Indie Platten der letzten 10 Jahre einmal in den Händen gehalten zu haben ...

 Eimerkette mit braven, erwachsenen Feuerwehrleuten, nur zur Anschauung
 
 
Also: Geht hin, ihr Wiener, die ihr nichts zu tun habt...
  ... außer Platten zu tragen: Es gibt dort Musik, Würstln und Seidln Bier, ein FM4-Reporter wird lustige Fragen stellen und hundert Fotografen haben sich auch angesagt, es wird sicher ein nettes Event.

Treffpunkt ist Donnerstag, 16. Mai um 11.00 Uhr im MICA, das Ganze dauert bis 13:00.
 
 
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