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Wien | 28.5.2005 | 01:35 
Bits, Beats and Breaks.

Gerlinde, Glashuettner, Trishes

 
 
Wenn der Brotkasten groovt
  Laut Statistik ist der Commodore 64 immer noch der meistverkaufte Computer der Welt - und er wird auch noch 20 Jahre nach seiner Blütezeit abgöttisch von einer weltweiten Fangemeinde verehrt. Gründe dafür gibt es viele. Die einen kennen die Kiste nach 20 Jahren Programmiererfahrung in- und auswendig. (64 Kilobyte RAM und ein Prozessor mit 1 MHz? Egal! Wichtig ist, was man damit kann!)

Andere lieben die Spiele, denn unter den 20.000 Releases finden sich Hunderte Perlen, die punkto Spaß auch einem "GTA" oder "FIFA Football" von heute ebenbürtig sind. (Ich sage mal: "Wizball", "Rally Speedway", "Paradroid" oder "Winter Games".) Wieder andere benutzen die alten Geräte für ganz gezielte Anwendungen, etwa die Steuerung einer Lichtanlage oder die Vereinsbuchhaltung - und erfreuen sich dabei einer virenfreien Betriebsumgebung und günstiger Ersatzteile. Ja, und dann gibt es noch die 8-Bit-Musikgemeinde.
 Der Brotkasten
 
 
The Hot Sid
  Der Commodore 64 hat den SID-Chip. Das Kürzel steht für Sound Interface Device. Gebaut wurde der (oder das?) SID von Synthesizer-Gott Robert Yannes, der später Ensoniq gründete. Der SID ist ein Hybrid-Chip: teils digital, teils analog. Nicht zuletzt weil man das analoge Filter herrlich übersteuern kann, klingt der C64 seit jeher großartig. Der SID gilt als einer der wichtigsten Computerchips, die je gebaut wurden, und die Verehrung seines legendären Sounds führte vor wenigen Jahren sogar dazu, dass Firmen neue Geräte rund um den selten gewordenen Oldschool-Chip bauten: etwa die PC-Soundkarte HardSid oder den famosen Synthesizer SidStation der schwedischen Firma Elektron. Und aus diesen Gründen ist es nicht weiter verwunderlich, dass es auch heute noch eine große Gemeinde von C64- bzw. SID-Musikern gibt.

 Das Sound Interface Device
 
 
dot.matrix
  In Wien hat sich vor kurzer Zeit auch wieder eine solche Band formiert: Stefan Schauer, Markus Schrodt, Michael Tucek und Herbert Weixelbaum nennen sich dot.matrix. Sie widmen sich nicht nur dem Brotkasten, sondern ganz allgemein dem Thema 8-Bit-Sound, Chipmusik und LoFi-Sound. Hervorgegangen ist die Combo aus dem Hot GameBoy Music Club - darüber hat Robert Glashüttner schon hier ausführlich berichtet. Die Band spielt heutzutage live mit zwei GameBoys, einem Commodore 64 und einem Atari-Computer. Weil die Buben auch sehr musikalisch sind und nicht auf den Groove und den tiefen Bass vergessen, schwingen gut gelaunte Menschen das Tanzbein zu ihrem Retrosound, der plötzlich gar nicht mehr so retro klingt. Gelegenheit, das zu erleben, gibt's am Samstag, den 28. Mai 2005, in Wien: dot.matrix spielen live, an den Turntables werden sie unterstützt von Felix S. (Cheap Records), Paralax/Speckdum und mir. Die große Retro-Sause startet um 21 Uhr im Wiener Club U (Otto-Wagner-Pavillon am Karlsplatz.)
Und der Eintritt ist frei!

dot.matrix live
DJs:
Felix S. (Cheap)
Paralax/Speckdrum
Burstup

28. Mai 2005 Club U Start 21.00 Uhr

 Die dot.matrix
fm4 links
  www.dotmatrix.at
Jede Menge mp3-Files von dot.matrix
   
 
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