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  Österreich | 19.5.2005 | 14:30   

 
 
ÖH-Wahl 2005
  von Veronika Weidinger

Die umstrittene Novelle des HSG vom letzten Dezember verändert einiges für die kommende Wahl zur Österreichischen HochschülerInnenschaft, die heuer von 31. Mai bis 2. Juni stattfinden wird.
 
 
 
Neuer Wahlmodus
  Während früher Studierende neben Studienrichtungs- und Fakultätsvertretung auch eine eigene Universitätsvertretung und zu guter letzt noch eine Bundesvertretung gewählt haben, gibt's heuer nur noch zwei Stimmzettel: Einen für die Wahl der Vertretung auf Instituts- und einen für die Universitätsebene.

Damit ergibt sich eine wesentliche Änderungen bei der ÖH-Wahl: die Bundesvertretung, also jene Ebene, die direkter Ansprechpartner der Politik und der Medien ist, Gesetze begutachtet, die Verbindung zu anderen nationalen wie internationalen Organisationen aufrecht erhält und bundesweit die "Grundrichtung" der Studierenden-Vertretung in Österreich vorgibt, kann nicht mehr direkt gewählt werden.

 Die amtierende Vorsitzende der Bundesvertretung: Barbara Wittinger (GRAS)
 
 
Keine Direktwahl der Bundesvertretung
  Die Entsendung der MandatarInnen für die Bundes-ÖH übernehmen nach der Wahl die jeweiligen Uni-Vertretungen - je nach Stimmenstärke, versteht sich. Mindestend 54 Sitze sind für die Uni-Vertretungen im bundesweiten Studierendenparlament vorgesehen. Wobei die größte Uni, die Universität Wien, 13 Mandate besetzt, kleine Unis ab 1000 Studierenden jeweils eines.
 
 
 
Mindestens 58 Mandatare und Mandatarinnen aus allen Hochschulen mit mehr als 1.000 Studierenden bilden ab Juli die neue Bundesvertretung der ÖH. Dazu kommen noch bis zu sieben Mandate, die über sogenannte Listenverbände vergeben werden könn(t)en.
 
 
 
Universität Mandate
Uni Wien 14
WU Wien 4
Uni Graz 4
Uni Innsbruck 4
TU Wien 4
Uni Linz 3
Uni Salzburg 2
Medizin Uni Wien 2
TU Graz 2
Uni Klagenfurt 2
BOKU Wien 1
Medizin Uni Graz 1
Medizin Uni Innsbruck 1
Musik und darst. Kunst Wien 1
Veterinärmedizin Wien 1
Montanuni Leoben 1
Pädak Bund Linz 1
Musik und darst. Kunst Graz 1
Mozarteum Salzburg 1
Angewandte Kunst Wien 1
Bildende Kunst Wien 1
Pädak Bund Wien 1
Pädak Bund Graz 1
Pädak Diözese Linz 1
Pädak d. Bundes Salzburg 1
Wahlgemeinschaft 2
 
 
 
  Die "Wahlgemeinschaft" besteht aus einer weiteren Kunst-Universität und verschiedenen Pädaks, die jeweils weniger als 1000 Studierende haben. Diese haben gemeinsam zwei Mandate zu vergeben.
 
 
 
Wieviele Stimmen kostet ein Mandat?
  Die Zahl der Studierenden, die - rein rechnerisch - von einem Mandatar bzw. einer Mandatarin vertreten werden, reicht also von gerade einmal knapp über 1000 an einigen Pädaks und Kunst-Universitäten bis zu den knapp 6000 Studierenden der Universität für Bodenkultur, die ebenfalls von gerade einmal einer oder einem Mandatar/-in vertreten werden. Auch das, dass also der "Wert" einer Stimme von Uni zu Uni bis zum Siebenfachen schwankt, war einer der großen Kritikpunkte der derzeitigen ÖH-Führung.

Ein Paragraph im neuen Hochschülerschaftsgesetz (HSG ermöglicht zudem die Bildung sogenannter "Listenverbände", was vor allem für kleinere Fraktionen hilfreich sein könnte. Denn wenn "befreundete" Fraktionen sich zu einem Listenverband zusammenschließen, an mindestens sechs Unis antreten und insgesamt mehr als 1000 Stimmen erhalten, dann geht an diesen Listenverband ein weiteres, zusätzliches Mandat. Erreicht die Fraktion an einer der "Verband-Unis" ein "Grundmandat", werden die Stimmen dieser Uni nicht nochmal gezählt. Damit wird die tatsächlich endgültige Mandatszahl der Bundesvertretung auch erst nach der Wahl feststehen.

 Die zweite Frau im Vorsitzteam: Patrice Fuchs (VSSTÖ)
 
 
Sieben Listenverbände
  Insgesamt kandidieren sieben solcher Listenverbände: Zwei des Verbands Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) sowie je einer der VP-nahen AktionsGemeinschaft (AG), der Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), des Kommunistischen StudentInnenverbands (KSV), des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) und des Liberalen StudentInnen Forum (LSF). VSStÖ, GRAS, LSF und RFS kandidieren jeweils unter ihrem eigenen Namen für die jeweiligen Listenverbände. Für den AG-Listenverband kandidieren neben den jeweiligen AG-Listen an der Medizinuniversität Wien die Österreichische Medizinerunion (ÖMU) und an der Veterinärmedizinischen Universität die Akademikergruppe Veterinärmedizin (AVE). Den KSV-Listenverband unterstützt man, wenn man an der Universität für Bodenkultur (Boku) die Liste Boku for You (Boku4u) wählt.
 
 
 
Die ÖH-Wahl 2005 auf FM4
  Wir werden in den nächsten Wochen die bundesweit agierenden Fraktionen und die aktuelle Situation an den großen österreichischen Unis vorstellen, planen Chats mit den SpitzenkandidatInnen und werden natürlich auch, sobald am 2. Juni die letzten Wahllokale ihre Urnen geschlossen haben, die Ergebnisse in einer Sondersendung aus der ÖH Wahlzentrale präsentieren.
 
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  www.oeh.ac.at
Die Website der ÖH-Bundesvertretung

Die ÖH-Wahl 2003 auf FM4
Ein Rückblick auf die letzte Wahl

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