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  Österreich | 25.5.2007 | 02:07   

 
 
ÖH-Wahl 2007: Ein Wahlergebnis - keine Mehrheiten
  von Arthur Einöder und Veronika Weidinger

Der Trend dieses ÖH-Wahl-Abends hat sich bereits mit den ersten Ergebnissen abgezeichnet: die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft (AG) legt zu, die rot-grüne Koalition mit Grün Alternativen StudentInnen (GRAS) und Verband sozialistischer StudentInnen (VSSTÖ) ist auf Bundesebene abgewählt - eindeutige Mehrheiten schauen aber anders aus.
 
 
 
 
 
  Keine der Fraktionen hat die nötige Mandatsmehrheit erreicht, um in den nächsten zwei Jahren allein den Vorsitz der ÖH-Bundes-Vertretung zu stellen - Koalitionen sind gefragt.

Die Aktionsgemeinschaft mit Spitzenkandidat Samir Al-Mobayyed zeigt sich gesprächsbereit gegenüber allen anderen, größeren Fraktionen. Vor allem die parteiunabhängigen Fachschaftslisten (FLÖ) sind interessant, bundesweit erstmals drittstärkste Fraktion. Eine Koalition, die mit Unterstützung kleinerer Gruppen gelingen könnte: der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) und das Liberalen StudentInnen Forum (LSF), sind über Listenverbände mit je mit einem Mandat in der Bundes-ÖH oder durch die insgesamt drei Mandate, die über die Pädaks vergeben werden.
 
 
 
 
 
  Auch Fanny Rasul von der GRAS will Koalitions-Möglichkeiten abstecken, schließt am Wahlabend aber auch nicht aus, dass sie mit ihrer Fraktion in Opposition gehen wird.

Wahlverlierer ist der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSSTÖ) mit Spitzenkandidatin Lisa Schindler. Die Fraktion ist auf Bundesebene vom ersten Platz der mandatsstärksten Fraktion auf den vierten Platz gerutscht.
Von den gespaltenen kommunistischen StudentInnen gelingt dem KPÖ-kritischen Kommunistischen StudentInnen Verband (KSV) mit einem Mandat der Einzug in die Bundesvertretung.

Vier Mandate des insgesamt 66 Sitze umfassenden Studierendenparlaments können noch keiner Fraktion zugeordnet werden. In den nächsten Tagen werden sich die Liste "PETRA" der Bildenden Wien und die Mandatarin der Pädak Graz jeweils für eine Fraktionen deklarieren. Am 30. Mai entscheidet sich, wem die Wahlgemeinschaften der kleineren Pädaks zugeordnet werden können.

Die Wahlbeteiligung ist mit 28,29 Prozent im Vergleich zur letzten ÖH-Wahl 2005 wieder auf unter dreißig Prozent gesunken.

Welche Fraktionen in den kommenden zwei Jahren den Vorsitz im österreichweiten Studierendenparlament bilden werden, wird sich also in den nächsten Tagen zeigen.
 
 
 
 
Fraktion 2007 % Mandate 2005 % Mandate
AG 31,25 % 20 24,7% 14
GRAS 21,94 % 15 25,3% 14
VSSTÖ 16,95 % 11 21,2% 15
FLÖ 14,73 % 13 13,4% 11
RFS 2,64 % 1 1,8% 1
KSV 2,24 % 1 4,0% 1
LSF 2,24 % 1 3,9% 1
PETRA 0,14 % 1 n.k. n.k.
KunsT für KUNSt 0,26 % - 0,5% 1
UnArtige 0,11 % - 0,3% 1

Dazu kommen noch drei Mandate, die drei Mandate von den Pädaks
 
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