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  Österreich | 8.1.2009 | 13:04   

 
 
Tepr live in Wien
  von Arthur Einöder

In einer Zeit vor HDTV, dem Flash Plugin 10.0.12.36 und dem Friendshipticket definierten Menschen ihre Kultur durch verschiedenste Ausdrucksformen. Der Volkstanz war eine davon, hab ich gehört.

"Der Ländler ist eng mit dem zu ihm gehörigen Tanzlied verbunden, das in verschiedenen Dialektlandschaften "Schnaderhüpfeln", "Gstanzl", "Lumpeliedli" etc. heißen kann. Ebenso üblich war es, zu Ländlermelodien auf dem Tanzboden zu jodeln."

Zu blöd, dass heutzutage keiner mehr weiß, was ein Lumpeliedli sein soll. Das Wort klingt aber ganz schön cool. Eine Tradition allerdings scheint sich seit Jahrhunderten hartnäckig zu halten: kulturelle Distinktion durch Tanzschritte. Emos tanzen anders als HipHopper, aber aus irgendwelchen Gründen hindern Globalisierung, das McDonalds-Magazin und Youtube die Menschen nicht daran, an nationalen Volkstänzen festzuhalten.
 
 
 
 
 
Volkstanz reloaded
  Denn während sich im Wiener Speckgürtel die Volkstanz-Sonderform des "Krochens" entwickelt hat, schwören etwa Vorstadtkids nahe Paris auf "Tecktonik" und Bewohner niederländischer Einkaufzentren mit angeschlossenen Kultur-Mehrzweckhallen auf "Jumpstyle". Während Jumpstyle gegenüber Krocha einen gewissen Imagevorteil hat, und sich auch hierzulande ausbreitet, ist aus dem angekündigten weltweiten Tecktonik-Boom dann doch nicht viel geworden. Das erste tecktonische Highlight, das sich in die große Popwelt verirrt hat, sollte auch das einzige bleiben. Ich weiß eh, alles total 2007.

Wäre da nicht diesen Samstag Tepr in Wien zu Gast. Jener Produzent und Remixer, der für den Tecktonik-Remix von Yelles "A Cause Des Garcons" verantwortlich war. Er hat Tecktonik weder erfunden, noch hat er etwas mit der ehemals blühenden Szene am Hut, aber der Remix und das Video: ein fetter Wurf.

In der aktuellen Generation der Haudrauf-Electro-Wiedergänger nimmt Tepr ohnehin eine Sonderstellung ein. Seine Arbeiten sind angenehm spinnert und abwechslungsreich. So folgt sein eigenes "Deutschland To Italia" einer Italo-Disco-Logik, "Love No" von den Teenagers beamt er auf eine Baile Funk Party und das schöne "Say Aha" von Santogold bringt er recht sanft auf den Tanzboden der Realität zurück. Im Freizeitnebenjob spielt er in der Yelle-Liveband Keyboard.
 
 
 
 
 
Tepr live
  Samstag, 10. Jänner 2008: Pling Plong @ Fluc Wanne
Tepr (F/Yelle/live!)
Filip Dean (F)
Beta Bow (A/live!)
Les Plings (residents)

In FM4 Connected am Samstag (13-17 Uhr) verlosen wir 2x2 Eintrittskarten!
 
 
 
BONUS! PARTYSPASS OHNE ENDE! TANZEN IST GEIL!
  Der ultimative Spaß für die Motto-Party "Bretonischer Kreistanz". Der An-Dro (powered by Wikipedia):

Ausgangsposition: Man steht in der Reihe, die kleinen Finger sind in denen des Nachbarn eingehakt, Arme hängen in Tiefhalte (V-Stellung). Grundschritt: Branle Double nach links = Links-seit Rechts-ran Links-seit Rechts- leicht und unbelastet in der Luft nachstellen (kein kicken oder vorschwingen) - wie wenn der Fuß eine Pause macht. Branle Double nach rechts = gegengleich, Schritte dabei fast auf der Stelle, was insgesamt ein Vorwärtskommen nach links bedingt und so auch typisch für die Familie der Branles ist. Armbewegungen: bei der Bewegung zum Branle Double nach links: gemeinsames Hochführen der Arme im Bogen bis in Schulterhöhe, weiter zu einem kleinen Kreis (ein-) führen. Von der Seite gesehen beschreibt die Hand eine 9.
 
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