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Wien | 30.5.2007 | 19:04 
Ein kühnes Kratzen an der Oberfläche von Hohlräumen.

Rob, DaddyD, Janis

 
 
Schreck it out
  Es wurde neulich etwas vermehrt über die Angst geschrieben, so....Dabei muss auf jeden Fall festgehalten werden, dass für jede Furcht entweder keine Existenzgrundlage oder zumindest ein probates Gegenmittel besteht. Wie zum Beispiel:
 
 
 
Angst
  vor der großen Pause: Wer zumindest einige seiner Mitschüler/Innen nachhaltig schmiert, hat sich bald eine effektiv abschreckende Schutztruppe gegen die notorischen Schulhof-Bullies erschaffen.

Angst vorm zu spät kommen: Das offene Eingeständnis, dass einem die anzutreffende Person/der anzutretende Job einfach nicht ausreichend viel bedeuten, als dass man sich die Mühe gemacht hätte, den vereinbarten Zeitpunkt einzuhalten, kann einem viel Druck von der Schulter nehmen.

Angst vor Essensresten zwischen den Zähnen: Regelmäßige Nahrungszufuhr in gerafften Intervallen macht den Unterschied zwischen fossilen Speiserelikten und frisch aufgenommener Materie für den ungeübten Beobachter unkenntlich.

Angst davor, etwas irgendwo liegengelassen zu haben: Es gilt universale Regel *a*: Was nicht verlegt oder verloren gegangen ist, wäre ohnehin in absehbarer Zeit kaputt oder abgenutzt geworden.

Angst davor, dass etwas kaputt geht: Es gilt universale Regel *b*: Alles, was keinen technischen Defekt erleidet, und sich deswegen in permanentem Gebrauch befindet, wird früher oder später sowieso verlegt/verloren worden.

 
 
Angst
  vor einem aufdringlichen Kabelmann: In Fällen unnachgiebig dominanzsuchender Hausbesucher hat das Abspielen von Hörbüchern bekannter Kafka-Romane auf der wohnungseigenen Stereoanlage und das simultane Vortäuschen von Akten der Selbstgeißelung nachweislich zur Aufenthaltsverkürzung der unliebsamen Person beigetragen.

Angst davor, sich an der Supermarktkasse rechtfertigen zu müssen, weil man die Filiale versehentlich mit einem bei einer vorherigen Besorgung erworbenen Produkt, das hier ebenfalls erhältlich ist, betreten hat? Gegenfrage: Wozu sind denn diese ganzen elektronischen Schranken gut, wenn sie nicht einmal filialeigene von fremden Waren unterscheiden können?

Angst vor dem Mezzanin: Wiederholt durchgeführte Forschungen haben ergeben, dass ein zügiges Durschschreiten des Zwischenstocks einen mit ziemlich guten Chancen ausstattet, keinen allfällig lauernden Tücken zum Opfer zu fallen. Wohnungskauf oder -miete im Mezzanin ist für den zurechnungsfähigen Immobilienkunden selbstverständlich tabu.

Angst, dass man an einem öffentlichen Platz nach dem Aufhalten einer Schwingtür dem Folgepassanten gegenüber, weil man ebenjene ebendiesem eben nicht einfach ins Gesicht knallen lassen wollte, für immer (oder zumindest eine lange Zeit) an der selben Stelle gestrandet bleiben könnte, weil auf den nächsten Vorübergeher noch ein unablässiger Strom weiterer Leute folgt, die einem alle die Bürde des Stemmens nicht abnehmen wollen? Nach spätestens der dritten Person einfach loslassen, und die eigenen guten Absichten auch bei einem eventuellen Zusammenprall nicht in Zweifel ziehen.

 
 
Angst
  vor Tré Cool: Einfach die "G"-Sektion in der Punk-Abteilung des örtlichen Plattenladens meiden.

Angst vor Thekla Carola Wied: Einfach die Illustrierten-Abteilung des örtlichen Zeitschriftenhandels meiden.

Angst vor Christian Fuchs*²³: ²Es gibt ja immer noch Helge Payer. ³ Es gibt ja immer noch Dr. Nachtstrom.

Angst vor Dr. No: Martini-Konsum drastisch reduzieren.

Angst vor Regen: Zuckerkonsum herabsetzen.

Angst vor Geistern: Mit Lebensmittelfarben gelb getönte Bettlaken sind ein bewährtes Hausmittelchen, um paranormalen Existenzen ihr Ansinnen verdrießlich zu machen.

Angst vor Überwachung: Erst recht verstörende, aber nicht strafbare Dinge vor einer öffentlichen Kamera machen, und dann, so wie Manu Luksch, auf das Recht bestehen, das aufgenommene Material ausgehändigt zu bekommen. Resultierende Edits ein Hit auf Vernissagen und Gartenparties.

Angst vor Corporal Gaddafi: Ärzte, die sich im Maß ihrer Skrupellosigkeit manchen ihrer Patienten anzunähern bereit sind, verschreiben Ihnen bestimmt gerne ein erinnerungshemmendes Präparat.

 
 
Angst
  vor dem Museumsquartier: Mal den Eingang von der Breiten Gasse wählen und sich das Ganze mal aus der gebieterischen Vogelperspektive anschauen.

Angst vor Selbstmitleid: 3mal täglich Sport + 1 Apfel.

Angst vor Tintifax: Röhren wirken Wunder.

Angst vorm Schwarzen Mann: Anstatt gefügig-konfus herumzurennen, ideologische Grundlage der Unterrichtsmethoden im Turnunterricht demonstrativ zur Debatte stellen.

Angst vor Uni-Prüfungen: Fast immer unbegründet.

Angst vor der Trennung: Die eigenen Gefühle mit Edding auf das Kopfkissen des Partners schreiben. Alternativ: Den Inhalt der Küchenschubladen vertauschen.

Angst vor dem aktuellen Kontostand: Den Bankberater als Universalerben einsetzen.

Angst vor dem Tod: Geh, der hat doch mehr Angst vor Dir als Du vor ihm! ©

Angst vor nachmittäglicher Fadesse: Stermann und Grisseman kommen am Donnerstag, den 31. Mai, zu Gast in FM4 Connected (14.00 - 17.00)

Unzählige weitere nützliche Tips ab Donnerstag, den 31. Mai, in Willkommen Österreich (neu), jede Woche nach 22 Uhr.

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  Lissy Engstler, Andreas Jäger/ Forstwächter und Denkmalpfleger/ Wolfram Pirchner, Theresia Zierler/ Gym-Trainer auf allen Vierlern/ Jesionek, Martina Rupp/ Punktgenau, Frittatensupp'/ Carl Hannes Planton, Ricarda Reinisch/ Niemand die_der sich jetzt noch einmischt.

Willkommen Österreich im TV

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