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Wien | 27.9.2008 | 11:25 
Ein kühnes Kratzen an der Oberfläche von Hohlräumen.

Rob, DaddyD, Janis

 
 
Außer Atem
  Jedes Jahr versammelt sich die Crème de la Crème der FM4-Redaktion, um miteinander Fußball zu spielen. Das endet meistens in einer Niederlage, verkrümelten Achillessehnen und ausgenudelten Adduktoren. Aber, wie man sich's jedes Jahr aufs Neue gut zuredet, es ist ja für einen guten Zweck. Außer, gewissermaßen, dieses Mal, wo's gegen den guten Zweck war. Diesmal hat sich die Gruppe an Hörern, die diese Partie im Rahmen von Licht Ins Dunkel ersteigert hat, nämlich dazu entschlossen, nicht etwa unter dem Banner irgendeiner publicity-interessierten Firma oder sonstigen kommerziellen Einheit, sondern des Vereins Zebra, dem Nutznießer der letztjährigen FM4-Auktionen, anzutreten. Für die FM4-Akteure kamen also neben den üblichen konditionellen Problemen auch Gewissens-Dilemmata dazu. Außerdem war im Schwarz-Gelben Lager die Verwirrung darüber greifbar, ob ein UEFA-Exekutivkomitee, um die Unfehlbarkeit der Schiedsrichter zu wahren, nicht doch noch im letzten Moment den Entschluss fassen würde, unter bestimmten Umständen auch Fehlschüsse als Treffer anzuerkennen. So sahen im Verlaufe des Spiels viele Protagonisten Tore, wo keine waren, und keine Tore, wo welche hingehörten. Für Ausreden war jedenfalls reichlich gesorgt, und so konnte es am Wiener Sportklubplatz, mit seiner berühmten, charmanten Friedhofstribüne, losgehen.
 
 
 
Was das Spielgeschehen selbst betrifft,
  verweise ich auf die exzellente Zusammenfassung eines britischen Kollegen von der Herefordshire Gazette, der von diesem Spiel berichtete, und dessen Bericht ich aufgrund eines Rundfunk-Abkommens der Europäischen Union per Babelfish-Übersetzung auf dieser Partner-Website veröffentlichen darf:

"Team FM4, das nie von dem Schlag eines frühen Ziels erholt wird. Die Tatsache, dass es sie war, die es gezählt hatten, speicherte sie nicht vom Fallen in eine Benommenheit. Sie schauten durch den Gedanken verwirrt, dass schlagender Mannschaft Zebra als üblich sogar einfacher sein konnte. Was auch immer die Gründe, die fanatischen Besucher ohne Antwort zum Entzerrer oder mit dem aufkommen konnten zum Ziel Helmut Kronjägers Mannschaft ging voran.

Flo Horwaths Antrieb nach 26 Minuten lenkte weg von Thomas Edlinger ab und faustete dann von Chris Kemmler gegen Martin Blumenau für ein Eigenziel. Es gab nichts, das über die Tätigkeit gelegentlich ist, die folgte. Eine kampflustiger Mannschaft, Zebra, gegen Zimmer mit Aussicht-Kathi, die engagierter ist seit ihrer Ankunft im Sommer, hatte einen Rand zu ihnen gefressen, während FM4 äußerst harmlos wurde.

Es gibt Leute, die spontaner Freude am Freitag erlegen sein konnten. Des Club's - Managerin Monika Eigensperger, ein enthusiastisches Aussehen bei Sportklubplatz nach einem Morgen bildend, in dem Ventilatoren einen Demonstrationszug angebracht hatten, müssen dankbar gewesen sein, das alle Augen schließlich auf dem Spiel selbst geregelt wurden. Jene Verfechter vergessen nicht ihre Beschwerden und Furcht, aber sie wussten, dass dieses auch ein Moment war, zum sich zu freuen."

Keine/r der BesucherInnen konnte also darüber hinweggesehen haben, dass sie gerade Zeuge des Endes und des Anfangs einer Ära geworden waren.
 
 
 
Die Mannschaften laufen passenderweise zu den von der Musikarbeiterkapelle getröteten Akkorden von "Seven Nation Army" ein. Die Combo wird die Anwesenden mit ihren erfrischenden Medleys noch den ganzen Abend lang mit sehr erfrischender Unterhaltung versorgen.
 
 
Nach einer Trauerminute für den kürzlich verstorbenen FM4-Kollegen Duncan Larkin beginnt das Spiel. Martin Blumenau, Thomas Edlinger und Rudi Ortner holen sich letzte Anweisungen von Trainer-Füchsin Ute Hölzl, die für diese Partie ihre eigene Interpretation des spanischen Erfolgsrezept des Tiki-Taka-Kurzpassspiels implementieren kreiert hat.
 
 
Falsche Fährten wie diese völlig konträre Aufstellung sind vom sorgfältigen Trainerstab Stunden vor Anpfiff überall in den Kabinen platziert worden.
 
 
Der einzige propere Fußballer am Platz, Michi Hatz, schwört bei seiner Ehre, dass "ich, egal, was passiert, nach diesem Match nicht zum Privatradio wechseln werde, egal, wie oft sie am Tag dieselben Hits spielen!"
 
 
Die Geheimwaffe von Team FM4, die Krake von Krakatau, Chris Kemmler. Niemand weiß genau, wo er herkommt, aber er ist ein sensationeller Rückhalt.
 
 
Ein Tor für die Zebras, sagt dieses Bild. Wirklich?, hinterfragt dieses Video.
 
 
Dass die Schauspielferfahrung der meisten Akteure auf Audio-Hörspiele beschränkt ist, manifestiert sich dadurch, dass die meisten Schwarz-Gelben zwar expertenhaft die Agonie eines Verletzungsschreis mimen können, sich beim damit verbundenen Hinfallen allerdings als gnadenlose Stümper erweisen.
 
 
Der gute Zweck siegt 4:2. Aber, wie wir wissen, ist im heutigen, modernen, Ergebnis-orientierten Spiel auch das nur eine Interpretation.
 
 
Viele Zuschauer können ihre Freude über das Ende der schwarz-gelben Irritation nicht ganz verhehlen, und freuen sich im Anschluss darüber, dass der Wiener Sportklub nach einem 2:1-Sieg gegen Zwettl weiterhin Tabellenführer! Tabellenführer! Tabellenführer! der Regionalliga-Ost bleibt.

FM4. Die Legende lebt weiter.
Oder was sonst so üblicherweise an schwülstigen Fazits in Fußball-Nachbetrachtungsjahrbüchern steht.
 
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