fm4.ORF.at ORF.at login
StreamPodcastsMail an FM4
zurück zur TitelseiteSOUNDPARK - Your Place for Homegrown MusicSTATION - alles rund um den RadiosendernotesCHAT
Wien | 26.6.2007 | 18:13 
Das (monochrome) Ende der Nahrungskette

HansWu, Trishes, Pinguin

 
 
E-Mail und so.
  Obwohl der E-Mail-Dienst schon leicht angegraut und von heftigen Spam-Wellen erschüttert ist, ist er immer noch eine der Säulen der elektronischen Kommunikation. Aber nur TechnikerInnen sehen das E-Mail-System von Innen. Daher beschäftigt sich Franz Ablinger mit der Frage: Was sind Dienste? Was ist E-Mail? Wie funktioniert diese Form der digitalen Kommunikation? Und wo kommt sie her?
 
 
  Franz schreibt:
Der/die durchschnittliche Computerbenutzer/in weiß gar nicht, dass sich Computer beim E-Mail-Versand freundlich begrüßen, sich höflich verabschieden oder gelegentlich in rüdem Ton Spam abwehren. Etwas trockener geht es zu, wenn man eine Webseite abruft, aber auch hier erfolgt die gesamte Kommunikation mit Text, die jeder erahnen kann, der schon einmal eine Webseite selbst geschrieben hat. Diesen Text und die Dialoge im Hintergrund wollen wir uns diesmal genauer ansehen.
 
 
 
 
 
E-Mail-Dienste...
  ...gibt es schon sehr lang. Erste Versuche gab es schon 1961; im Jahr 1971 kam das "at"-Zeichen -- der Klammeraffe -- ins Spiel. Lange Zeit war es ein nützliches Tool, vor allem für Universitäten und große Konzerne.

Für die breite Bevölkerung in Österreich begann das Thema "E-Mail" mit dem Auftauchen von PCs -- und von Telefonmodems. Jeder Computerfreak und jede Häckse musste unbedingt ein Modem haben -- und eine dicke Brieftasche, denn die Minute im Telefon-Festnetz war für heutige Verhältnisse exorbitant teuer. Sie wühlten sich online durch die Verzeichnisse von fremden Computern, auf denen ein Bulletin Board System (BBS) lief -- es lief auch der Zähler für die Telefonrechnung. Schnell kamen Mailer-Programme auf, mit denen man Mail offline schreiben und dann komprimiert und in den billigeren Nachtstunden ("national mail hour") untereinander austauschen konnte. Programme und die Services entstanden frei, offen, gratis und ohne ein Unternehmen, das den Hype gesteuert hat. Rein aus dem Enthusiasmus einiger HobbyistInnen, die ihre Zeit und ihr Geld in diese Technologie steckten.
 
 
 
Das Jahr 1990
  Im FidoNet -- dem größten dieser Hobby-Netzwerke -- gab es die Trennung zwischen "nodes", Computer, die rund um die Uhr erreichbar waren und "points", das waren Offline-BenutzerInnen, die einen der Nodes für ihren Mailaustausch mitbenutzten. Über die Jahre rüsteten diese Node-Betreiber ihre Infrastruktur immer mehr auf um gleich auf der ersten Welle des sich verbreitenden "World Wide Web" mitzuschwimmen -- als die Internet-Service-Provider, die wir heute kennen. Nicht nur in Österreich hat so manche dieser Firmen irgendwann mal als FidoNet-Node begonnen.

Von der reinen Übertragung von Text zur Übertragung von Bildern und komplexen Dokumenten, von der Entwicklung der Hobby-Netzwerke für Mail-Austausch zur Entwicklung von Diensten im Internet wird sich diesmal der Vortrag erstrecken. Was immer man/frau zum Thema wissen möchte, es sich aber noch nie getraut hat zu fragen, wird in diesem Vortrag behandelt werden.

Also, rechtzeitig erscheinen!
 
 
 
 
 
Vortrag von Franz Ablinger
  Mittwoch, 27. Juni 2007, 19 Uhr. Im Museumsquartier Wien, QDK (ungefähr hier.)
 
 
back
 Übersicht: Alle ORF-Angebote auf einen Blick