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Wien | 4.1.2008 | 21:50 
Das (monochrome) Ende der Nahrungskette

HansWu, Trishes, Pinguin

 
 
Aktion Mutante?
  "Wir sind Soldaten in der Armee der Mutanten und wir werden diesen Krieg gewinnen. Die Gesellschaft hat uns lange genug wie Dreck behandelt. Aber jetzt werdet ihr dafür bezahlen, jeder von euch. Wir werden die Welt befreien von hübschen, jungen und gut gebauten Modepüppchen. Ich sage euch, ich habe diesen gesamten verdammten Mist satt. Ich habe diese Duftwasser-, Schönheitscreme-, Auto- und Mineralwasserwerbung satt. Nein, wir wollen nicht schön sein und nach Parfum duften oder Gewicht verlieren. Wir sind die einzigen Übriggebliebenen, die diesen ganzen Modekram und Firlefanz nicht mitmachen. Wir sind Mutanten, wir wollen keine schönen Modeaffen sein. Wir werden diese Scheißer vernichten und ihnen zeigen was Terrorismus ist."
 
 
 
 
 
Die einzigen Übriggebliebenen,...
  ... die sich im Jahre 2012 dem allgegenwärtigen Schönheitsdiktat und Konsumzwang entgegenstellen, sind die Angehörigen der "Aktion Mutante", einer militanten Organisation aus Missgebildeten und Behinderten, die sich gegen die Upper Class der Schönen und Reichen auflehnt. Unmittelbar nachdem ihr geliebter Anführer Ramón ("ein Mann, der in der Lage ist, die Widersprüche des Systems aufzuzeigen") aus dem Knast entlassen wird, ruft das teuflische Hirn der Gruppe zu neuen Aktionen auf.

Mit an Bord: die siamesischen Zwillinge Alex und Juan, Cesar Ravenstein, bekannt durch sein 5-Kilo-Sprengstoff-Brustkorb-Implantat, der 50fach vorbestrafte Mechaniker Jose, der taube Gonzales mit dem niedrigsten I.Q. der Welt sowie der bucklige, zwergwüchsige Montero, "Jude, Freimaurer, Kommunist und vermutlich homosexuell". Sie kidnappen die Industriellentochter Patricia, erpressen ihren faschistischen Vater und machen sich zur Lösegeldübergabe mit ihrem abgewrackten Raumschiff auf zu dem frauenlosen Rohstoff-Planeten Axturias, wo es bei der Lösegeldübergabe in der Lost Mine Bar zum finalen Showdown kommt.

Diese wahre Fiesta Infernale der "Aktion Mutante" - deren Logo übrigens ein Rollstuhlfahrer mit hochgereckter Kalaschnikow ist, eingerahmt vom fünfzackigen Anarcho-Stern - wurde 1993 von dem aus Bilbao stammenden Regie-Shootingstar Alex de la Iglesia meisterhaft in Szene gesetzt. Als Spaniens Großmeister Pedro Almodóvar de la Iglesias Kurzfilm Mirindas Asesinas sah, bot er dem Newcomer sofort an, dessen ersten Langfilm zu produzieren. Aktion Mutante wurde prompt mit Preisen überhäuft, u. a. dem Goya-Preis 1993 für den besten Nachwuchsregisseur und bestes Drehbuch auf dem Fantasy-Filmfestival Montréa.
 
 
 
Alexander Nikolic und Stefan Lutschinger...
  ...werden am Sonntag, den 6. Jänner 2008 um 20:00 im QDK-Veranstaltungsraum (im Museumsquartier Wien) einleitende Worte finden und dann werden wir gemeinsam das Screening zelebrieren.
Das Screening findet also am Heilgen Dreikönigstag im Rahmen der monochrom'schen Projektionen statt und bildet den Abschluss der Veranstaltungsreihe "Rote Weihnachten" (21. Dezember 2007 - 6. Jänner 2008) von und mit Alexander Nikolic und Stefan Lutschinger, die während der Feiertage in Berlin und Wien abgehalten wurde.
 
 
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