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Wien | 16.2.2008 | 19:04 
Das (monochrome) Ende der Nahrungskette

HansWu, Trishes, Pinguin

 
 
Faster Pussycat? Kill? Kill?
  Den 2003 verstorbenen US-amerikanischen Film-Regisseur Russ Meyer verbindet man vor allem mit einem Topos: exorbitanten Oberweiten. So soll er niemals Darstellerinnen engagiert haben, deren Oberweite unter 120 Zentimeter betrug. Well...

"Hätte ich mich nicht so sehr für Titten interessiert, wäre aus mir vielleicht ein großer Filmemacher geworden", soll Meyer gesagt haben. Zu Unrecht. Dass er nicht nur sich windende Frauenkörper, sondern auch bizarre Geschichten großartig auf die Leinwand bringen konnte, zeigt sein Low-Budget-Klassiker "Faster Pussycat, Kill! Kill!" (1966). Mit 46.000 Dollar inszenierte Meyer in der Mojave-Wüste ein Kammerspiel der Gewalt, in dem sich für damalige Sexfilmchen-Verhältnisse immens selbstbewusste Frauen, von der Sonne hirnverbrannte Rednecks und gänzlich unschuldige Opfer so lange mit düsteren Blicken und bösartigen Dialogen drangsalieren, bis von den acht Darstellern am Ende nicht allzu viele übrig bleiben.
 
 
 
 
 
Die Stripperinnen...
  ...Varla, Rosie und Billie fahren mit ihren Sportwägen planlos durch die Wüste, als sie von einem alten behinderten Mann erfahren, der auf seiner einsamen Farm einen ordentlichen Batzen Geld versteckt haben soll. Zuvor ermordet die Anführerin Varla noch einen jungen Einheimischen, der es gewagt hatte, ein Rennen gegen sie zu fahren.

Auf der Farm eskalieren die Streitigkeiten mit dem alten Mann und seinen beiden Söhnen. Sex, Mord und Totschlag in schnell geschnittenem
Schwarz/Weiß sind unvermeidbar.
 
 
 
An den Kinokassen war der...
  ...Film übrigens ein radikaler Flop. Warum wir ihn dennoch zeigen? In den 80ern erlebten die "Satansweiber von Tittfield" (so der deutsche Verleihtitel) unter anderem ein Revival in der Lesbenbewegung, die in Meyers Film ein starkes, lesbisches Selbstbewusstsein erkennen. Und nicht zuletzt soll Quentin Tarantino letztens erklärt haben, an einem Remake interessiert zu sein. Für die Hauptrollen will er Eva Mendes und Britney Spears gewinnen. Das sollte als
Grund genügen, am...

- Sonntag, 17. Februar 2008
- um 20 Uhr

...in den Raum D im Museumsquartier zu kommen. (Das ist ungefähr da.)

Klammheimlicher Meyer-Bewunderer Roland G. wird im Rahmen der "Projektion" einen diskursiv-analytischen Rahmen schaffen. Und dann gibt's Screening.
 
 
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