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Wien | 7.10.2005 | 18:49 
Früher: Heermeister der Hegemonie.
Jetzt: Teilzeit-Kalmücken-Khagan.

Gollackner, Gerlinde

 
 
Move any Mountain
  Mario baut Berge. Alpine Landschaften werden von ihm modelliert, "wie, wenn ich einen Batzen Ton hätte, auf den ich so lange d'raufhau bis es dem realen Vorbild entspricht." Die Praxis wirkt dann doch etwas fragiler. Wie aus feinen Drahtgewebe gesponnen, erhebt sich das Gerüst der Gebirgswelt von Gröden, Bormio, Wengen und Kitzbühel auf dem Monitor des 3D-Grafiker. Texturen und Objekte sollen das virtuellen Gewirke dann zum landschaftlichen Eindruck ausbauen. Dabei sollen Berge, Bäume und alpine Architektur nicht zum Verweilen einladen, sie dienen rein als Hintergrund für kinetische Erfahrung. Mario baut virtuelle Rennstrecken für ein Skiabfahrtsspiel.
 
 
 
 
 
Das größte Skirennen der Welt
  Vergangenen Winter wurde das Vorgängerspiel "Skichallenge 05" bei ORF.at als Gratisdownload 800.000 heruntergeladen. Ein 3D-Rennspiel, bei dem man als Rennfahrer die Abfahrtsstrecken von Kitzbühel und Bormio hinunterrasen konnte. Die Spielefirma Greentube brachte ein Jahr davor ORF.at den Vorschlag, eine Sportsimulation zu entwickeln, mit dem der User einerseits TV-Sportereignisse interaktiv nachvollziehen kann, die anderseits aber auch Bilder erzeugen kann, die wieder im Fernsehen aufgeführt werden können. "Jeder ist ein Hermann Maier!", so das Motto der "Skichallenge 05". Zehntausende wetteiferten darauf im Onlinemodus um die Bestzeit beim virtuellen Abfahrtslauf. Als dann das tatsächliche Rennen in Kitzbühel wegen Schlechtwetter ausfiel, wurde als einziges Rennen im TV die Abfahrt vom Skichallenge-Gewinner gezeigt.

 Der "Landschaftsplaner": Mario Cada, seit 5 Jahren bei Greentube. Neu bei SC06: 4 Strecken, detailiertere Landschaft.
Wunschspiel: Kreuzung aus System Shock und Never Winter Nights
 
 
Abfahrtsstrecke von Wengen im Aufbau
 
 
Skichallenge 06
  Der Erfolg der Skichallenge 05 hat die gestalterischen Rahmenbedingungen von Marcel nicht erweitert. Für die Entwicklung der Skichallenge 06 steht er vor den gleichen Einschränkungen, wie im Vorjahr, so der Projektleiter. "Wobei die Rolle des Projektleiter bei uns ganz anders definiert ist. Ich programmiere selber bei dem Spiel noch sehr viel.", ergänzt der 26jährige ehemalige Computergrafikstudent. Die erwähnten Einschränkungen bei den Rahmenbedingungen sind selbstgewählt und waren ein Teil des Erfolgs.
 
 
 
Keep it small
  Die Hauptanforderung an das Spiel war nämlich breite Massentauglichkeit. Spielbar soll es auch mit älteren Grafikkarten sein und das Installationsfile nur so groß, wie 2 MP3-Songs, transportierbar auch über langsame Modems. "Der Hauptgrund dafür, warum wir eine eigene Engine entwickeln mussten", so Marcel, "natürlich waren bei ähnlichen Skispielen manche Details besser, die Bäume zum Beispiel, wir konzentrierten uns vor allem auf die Physik und Animation der Figur". Die Einschränkung auf das Wesentliche war er bei der Greentube gewohnt. Vor der Skichallenge wurden vor allem Webmultiplayer und Mobile Games entwickelt. Ganz stolz blickt Marcel auf die Entwicklung einer 3D-Engine für Handys zurück: "Gerade wegen den technischen Einschränkungen war das Ganze nicht unkomplex." Verkauft wurde die Handy-3D-Technologie nie, "aber die Erfahrung daraus, war vielleicht der Grundstein zur Entwicklung der Skichallenge".

 Der Projektleiter: Marcel Wasserer, seit 5 Jahren bei Greentube. Neu bei SC06: Mehr Spieltiefe bei einfacher Bedienung. Wunschspiel: Skichallenge als Verkaufsvollversion mit allem Tand, der möglich ist
 
 
Studie des neuen Rennfahrers bei Skichallenge 06
 
 
Der Rennfahrer
  An der Spielfigur wird in der neuen Version besonder viel geschnitzt. "Wir haben dieses Jahr auch männliche und weibliche Rennfahrer, schon allein deswegen mussten wir mehr Details ausarbeiten", erzählt Simon, der Character Designer, aus der Praxis. Feinere Bewegungsabläufe und verbesserte Detailanimationen sollen weiter das Spielerlebnis vertiefen. In die Spielentwicklung ist der 25jährige Fachhochschulabsolvent für Multimedia zufällig hinein gerutscht. Gelernt hat er eigentlich Animationstechnik für Film und Video. "Wobei mir die Wirkung einer Animation beim Spiel viel besser gefällt, das Erlebnis des Werkes ist vielfältiger, als beim linearen Film", so Simon, der sich am Anfang ein bißchen schwer mit dem technischen Vokabular seiner Kollegen getan hat. "Auf der anderen Seite war der kreative Input von Simon auf uns sehr groß", fügt Projektleiter Marcel hinzu. "Und schließlich hat sich unser kleines Spiel vor allem durch die bessere Animation der Spielfigur von anderen Skispielen abgesetzt". Was sicher auch mit den familiären Umständen von Simon zu tun hat. Als Sohn eines Tiroler Skischulbesitzers hat er das besondere Auge für alpine Körperkinetik.

 Der Puppenmacher:
Simon Griesser, Characterdesigner. Neu bei SC06: Feinere Motorik der Figur, Details, neue Cutscenes. Wunschprivatprojekt: wieder Animationfilme machen
 
 
Sounds of Skichallenge
  Der Soundpark sucht den Soundtrack für die Skichallenge 06. Details sind hier zu erfahren
 
 
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