fm4.ORF.at ORF.at login
StreamPodcastsMail an FM4
zurück zur TitelseiteSOUNDPARK - Your Place for Homegrown MusicSTATION - alles rund um den RadiosendernotesCHAT
Berlin | 21.5.2003 | 13:10 
East of the West. Zwischen Prager Frühling, Steirischem Herbst und Brandenburger Tor.

Gollackner, Marc, Reiser

 
 
Zeichensäle...
  An einem Zeichensaal ist im Grunde erst einmal nichts besonderes. Es handelt sich hierbei meist um Räumlichkeiten, die eine Bildungseinrichtung seinen Studenten als Arbeitsraum zur Verfügung stellt. Die Bandbreite reicht von der Bildhauerwerkstatt an der Kunstuni bis hin zum Bauingenieurzeichensaal an der Technischen Hochschule. Manchmal auch Studio oder Atelier genannt, ist er Hort des kreativen Zusammenarbeitens und bisweilen auch WG-Ersatz. So auch in Graz. Allerdings sehen sich hier die Architekturstudenten zunehmend ihres Freiraumes beraubt. Anlass genug für eine Bestandsaufnahme.
 
 
 
foto: mrs-lee.com
 
 
... in Graz
  Das Besondere an den öffentlichen Grazer Architekturzeichensälen (AZ) ist ihre Autonomie seit den 60er Jahren. Das heißt, die Studenten bestimmen selbst, wer in den erlesenen Kreis aufgenommen wird und wer nicht. Erlesen in sofern, dass es nur circa 154 Plätze für 1394 Studenten gibt (Stand 2002). Erlesen auch, da die Auswahlkriterien eher unklar sind.
Unbestritten ist jedoch das Potential, das diesem Arbeitsumfeld entwächst: "Ohne Zeichensäle gibt es keine Architektur aus Graz" (Sokratis Dimitriou, 1981). Deshalb, und weil die Existenz der Grazer Zeichensäle in dieser Form immer wieder Gegenstand kontoverser Debatten ist, entstand die Initiative "open:24h" in Zusammenarbeit der Zeichensäle 1, 2, 3 und 4.
 
 
 
OPEN:24H
  Vor einem Jahr begann mit organisierten Diskussionsrunden und einer Ausstellung von Arbeiten und Projekten ehemaliger und gegenwärtiger Zeichensaalmitglieder im Haus der Architektur das, was heute zu einer 200 Seiten starken Publikation angewachsen ist, die heute abend ab 19 Uhr, im Rahmen eines zweiwöchigen Graz-Schwerpunktes 'Junge Grazer Architekturinitiativen' im Architekturzentrum Wien präsentiert wird.
 
 
 
foto: mrs-lee.com
 
 
  Unter welchen Voraussetzungen entsteht Architektur? Wie kann Architektur gelernt oder gelehrt werden? Ausgehend von dieser aktuellen Bildungsdebatte untersucht die Publikation "open:24h - workground/playground" nicht-determinierte Arbeits- und Ausbildungsstrukturen und deren Nachhaltigkeit für die Praxis - konkret anhand der Architekturzeichensäle an der Technischen Universität Graz.
Die Buchpräsentation stellt den Inhalt, wie gegenwärtige Tendenzen und Veränderungen im Berufsbild des Architekten und dessen Konsequenzen für die Ausbildung zur Diskussion.

Es diskutieren:
Curd Duca: "Easy-Listening"-Pionier, Lehrender an der Schule für Dichtung, Miami und Wien
Hemma Fasch: Architektin in Wien und Lehrende an der TU Wien
Roger Riewe: Architekt und Professor für Hochbau für Architekten an der TU Graz
Claus Stadler: Investorenarchitektur, Projektentwickler, Wien
Ina Wagner: Professorin an der TU Wien, Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung

Moderation:
Orhan Kipcak: Professor für Informationsdesign an der FH Graz, Mediendesigner in Graz und Wien

Mittwoch, 21. Mai
ab 19h
im Architekturzentrum Wien
 
 
 
  Im Anschluss an Buchpräsentation und Diskussion gibt es im Innenhof des Architekturzentrums das Buch, Musik und Mixgetränke, dargeboten aus umherfahrenden Einkaufswägen.

fm4 links
  Open 24h

Junge Grazer Architekturinitiativen

Architekturzentrum Wien
   
 
back
 Übersicht: Alle ORF-Angebote auf einen Blick