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Wien | 31.12.2005 | 00:02 
Sekundäre Information, serviert im Smoking. Keks statt Sex, Lachs statt Drugs und Profiteroles statt...

Blumenau, HansWu

 
 
Verehrte AbschiedsjournalistInnen, geschätzte NachruferInnen,
  Zahlreiche BewegerInnen, Idole und bekannte Persönlichkeiten haben auch dieses Jahr Abschied genommen.

Ein diesbezüglicher (FM4-)Rückblick an dieser Stelle:
 
 
 
Jänner
  Hans Gratzer 63
Der Gründer des Wiener Schauspielhauses, Direktor der Josefstadt und einer der bedeutendsten Theater-Enthusiasten Österreichs hat die Theaterszene Wiens 40 Jahre lang nachhaltig geprägt.

Rudolph Moshammer 59
Der Münchner Modemacher war über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus Kultfigur. Er hatte nicht nur ein Herz für seine Daisy sondern auch für Obdachlose.

Ephraim Kishon 80
Der erfolgreichste Satiriker unserer Zeit brachte mit seinem schlichten und punktgenauen Humor Millionen von Münder
rund um die Welt zum Lachen.

 
 
Februar
  Max Schmeling 99
Der der freundlich-sanfte und tolerante Hühne war Deutschlands einziger Weltmeister aller Klassen und galt bis heute als einer der populärsten Sportler Deutschlands. Mit seinem großen Rivalen Joe Louis verband ihn bis zu dessen Tod 1981 eine enge Freundschaft.

Hunter S. Thompson 67
US-Autor (Fear and loathing Las Vegas)

Arthur Miller 89
Er schaffte seinen Durchbruch 1949 mit "Tod eines Handlungsreisenden" und war mit Marylin Monroe verheiratet.

 
 
März
  Baroness Lips von Lipstrill 80
Die professionelle Kunstpfeiferin wurde als Rudolf Schmidt geboren und unterzog sich 1964 einer Geschlechtsumwandlung in Kairo. In ihrer erfolgreichsten Zeit stand sie u.a. mit Frank Sinatra, Edith Piaf, Marlene Dietrich und Josephine Baker auf der Bühne. Der Schah von Persien, engagierte sie nach Teheran. Im Jahre 2004 erhielt die Diva das Große Verdienstzeichen der Republik Österreich.

Brigitte Mira 94
Obwohl in Hamburg geboren, galt sie als Berliner Herz mit Schnauze. Sie stand fast 8 Jahrzehnte auf der Bühne und vor der Kamera. Ihr Repertoir umfasste die leichte Muse ("Drei Damen vom Grill") wie auch das ernste Fach ("Angst essen Seele auf").

Josefine Hawelka 91
Ein Leben lang (ausser dienstags) stand das Wiener Original in ihrem gleichnamigen Cafe, welchselbiges als geistiges Zentrum für Andre Heller, Helmut Qualtinger, die Wiener Gruppe, Oskar Werner eine Unzahl von Studenten uva. zum verlängerten Wohnzimmer wurde.

 
 
April
  Papst Johannes Paul II 84
Unter der Anteilnahme von Millionen Gläubigen stirbt am 2. April in Rom Papst Johannes Paul II. Der aus Polen stammende Karol Wojtyla hat nicht nur die Kirche, sondern die Welt verändert.

Eser Weizmann 80
ehem. israelischer Staatspräsident

Rainier III. von Monaco 81
Der Fürst von Monaco stammte aus der Piratendynastie Grimaldi war Vater auffälliger Kinder und Gatte von Grace Kelly.

Erika Fuchs 98
Sie hat Micky Maus ins deutsche übersetzt und war überhaupt eine der besten Übersetzerinnen.

Maria Schell 79
Schauspielerin an der Seite aller großen und Ikone des deutschen Nachkriegsfilms

Harald Juhnke 75
'Barfuß oder Lackschuh' balancierte der Entertainer auf dem Drahtseil des Bonvivant-Glamours, stürtzte immer wieder in Skandale und Alkoholismus ab und stand wieder auf als Phönix...

 
 
Mai
  Bob Hunter 63
Der kanadische Umweltaktivist begründete Greenpeace mit und war ihr erster Vorsitzender.
Hunter prägte den Begriff "Rainbow Warrior" (Regenbogen-Kämpfer) und stellte die Geburt der Organisation 1978 in dem Buch "Warriors of the Rainbow" dar.
Unter seinem Vorsitz entwickelte sich Greenpeace rasch zu einer internationalen Bewegung mit heute 2,5 Millionen Mitgliedern in 40 Ländern. 1981 zog sich Hunter aus der Bewegung zurück, um Bücher zu schreiben und journalistisch zu arbeiten.

 
 
Juni
  Leon Askin 97
österreichischer Schauspieler, Schauspiellehrer, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent

Susi Nicoletti 86
Die deutsch-österreichische Schauspielerin übernahm Rollen in über 100 Filmen, meist Komödien, unter anderem "Hallo Dienstmann" mit Hans Moser und war Ensemble- und Ehrenmitglied des Wiener Burgtheaters.

Anne Bancroft 73
US-amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin, die durch ihre Broadway-Rollen und die einfühlsame Darstellung starker Frauen weltbekannt wurde.

 
 
Juli
  Wim Duisenberg 70
Er war von 1998 bis 2003 Präsident der Europäischen Zentralbank. Als "Vater des Euro" widersetzte er sich allen Versuchen, politischen Einfluss auf die Geld- und Zinspolitik der Zentralbank der Europäischen Währungsunion zu nehmen. "Wir hören sie, aber wir hören nicht hin", pflegte er zu sagen, wenn Politiker Druck auf die EZB ausüben wollten. Die Unterschrift des ersten Präsidenten der EZB ziert Milliarden Euro-Scheine.

James Doohan 85
'beam me up, Scotty'

Claude Simon 91
Der Sohn eines französischen Kolonialoffiziers in Tananarivo auf Madagaskar studierte an der Sorbonne, in Oxford und Cambridge, malte und schriftstellerte und wurde dafür auch mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

 
 
August
  Hans Clarin 75
Er spielte in zahlreichen Filmen und Fernsehproduktionen mit, schrieb Bücher, war Bayerischer Staatsschauspieler und arbeitete als Regisseur. Unvergessen bleibt er als die Stimme des Schlossgespenstes in "Hui Buh" und als Pumukl, den er 40 Jahre lang synchronisierte.

Robert Bob Moog 71
Pionier der elektronischen Musik und der Erfinder des Moog-Synthesizers.

Ibrahim Ferrer 78
Ry Cooder holte ihn als Sänger in eine Kapelle aus vergessenen kubanischen Veteranen. Wim Wenders filmte, wie die Rentnerband in Havanna übte und schließlich als Buena Vista Social Club auf Tournee ging. Ein weltweiter Hitparadensturm war die Folge.

Ilse Werner 84
Als Schauspielerin ("Wir machen Musik" - 1942 und "Große Freiheit Nr. 7" - 1945) wurde sie ebenso bekannt wie durch ihre Pfeifkunst.

König Fahd Ibn Abd al-Asis Al Saud 83
Der saudi-arabische König war Sohn des legendären Staatsgründers Abd al-Asis Al Saud und erkämpfte sich im großen Königshaus eine selbst für saudi-arabische Verhältnisse geradezu einzigartige Unantastbarkeit.

Frère Roger 90
Gründer und Prior der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé.

Wolfgang Bauer 64
Die Stücke des konsequenten Radikalen und Aussenseiters sind zentrale Werke der Österreichischen NAchkriegsdramatik.

 
 
September
  Simon Wiesenthal 96
Simon Wiesenthal widmete sich sein Leben der Aufklärung von Nazi-Verbrechen. "Aufklärung ist Abwehr" war sein Motto, mit ihm bekam der Kampf gegen das Vergessen ein Gesicht.

Toni Fritsch 60
Am 20.10.1965 schoss der "Wembley-Toni" bei seinem Fussball-Nationalmannschaftsdebüt 2 Mal ins Englische Tor und wurde damit zur Legende. 1971 wechselte er in die NFL die er ein Jahr später gewann.

Robert Lee Burnside 78
R.L.Burnside war einer der letzten großen Bluessänger von Mississippi. In den 90er Jahren war er auch zusammen mit den Beastie Boys und der Band The Jon Spencer Blues Explosion auf Tournee.

Friedrich Peter 84
ehemaliger FPÖ-Obmann

 
 
Oktober
  Rosa Parks 92
Am 1.12.1955 weigert sich die Näherin aus Alabama, einem Weißen ihren Sitzplatz im Autobus zu überlassen und macht damit den Anfang vom Ende der Rassentrennung in den USA. Rosa Parks und Martin Luther King waren die Ikonen der Bürgerrechtsbewegung.

Paul Blau 90
Publizist, Chefredakteur der "Arbeiter-Zeitung", Direktor des Instituts für Gesellschaftspolitik, Friedens- und Umweltaktivist und streitbarer Sozialdemokrat.

Reinhard Tramontana 57
Buchautor und Profil-Journalist

Hebert Hufnagl 60
Kurier-Kolumnist

 
 
November
  Aenne Burda 96
Die deutsche Verlegerin hatte immensen geschäftlichen Erfolg und wusste immer, was Mode ist. Sie wurde in den 50ern zum weiblichen Symbol für das Deutsche Wirtschaftswunder und ihre Schnittmusterbögen lagen der ersten westlichen Zeitschrift in der UDSSR bei.

George Best 59
Der erste Fußball-Popstar.
"Einen Teil meines Geldes habe ich für Weiber, schnelle Autos und Alkohol ausgegeben, denn Rest habe ich einfach verprasst."

Kurt Falk 71
Er gründete mit Hans Dichand die Kronen Zeitung. 1987 verkaufte er seine Anteile um 2,2 Mrd öS und gründete die auflagenstärkste Wochenzeitung Österreichs "Ganze Woche" und "täglich Alles".

 
 
Dezember
  Heinz Werner Schimanko 61
Das sympathische Seitenblickegesellschaftsmitglied stammte aus armen Verhältnissen und verfolgte immer als Ziel, zu Geld und Ansehen zu kommen.
Er war Berufssoldat, Freimaurer, schnauzbärtiger Selfmademan, Rolls-Royce-Fahrer, Vater von 5 Kindern und Nachtclub-König von Wien.

Heinrich Gross 90
Der frühere NS-Arzt soll im Nationalsozialismus an der Tötung hunderter Kinder beteiligt gewesen sein. Angeklagt wurde er wegen der Ermordung von neun behinderten Kindern im Sommer 1944 als Stationsarzt an der berüchtigten Wiener Euthanasieklinik Am Spiegelgrund. Eine gerichtliche Verurteilung erfolgte allerdings nie.

Richard Pryor 65
Der amerikanischer Komiker und Schauspieler war für viele Großen das Vorbild. Von Eddie Murphy bis Robin Williams.

Milo Dor 82
Der "Österreicher, Wiener und Europäer serbischer Herkunft" war Autor historischer Romane, Übersetzer, Journalist, Mitglied der Gruppe 47 und Ehrenpräsident des österreichischen PEN-Clubs. Seine Erzählhaltung war getragen von einem großen politischen und kulturhistorischen Interesse für den mitteleuropäischen Raum. In seiner humanistischen Grundüberzeugung lehnte er totalitäre Ideologien aufs Schärfste ab.

Stanley "Tookie" Williams 51
Arnold Schwarzenegger ließ Recht vor Gnade ergehen und lehnte das Gnadengesuch des wegen Mordes zum Tode verurteilten ehemaligen Bandenchefs ab. Williams hatte seit vielen Jahren erklärt, er sei geläutert und seine Wendung zum Guten auch in einer Reihe von Büchern dokumentiert, in denen er Jugendliche vor der Gewalt und vor den berüchtigten "street gangs" warnte.

 
 
  ergebenst,
Hermes
 
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