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Wien | 27.12.2007 | 14:41 
Sekundäre Information, serviert im Smoking. Keks statt Sex, Lachs statt Drugs und Profiteroles statt...

Blumenau, HansWu

 
 
Verehrte AbschiedsjournalistInnen, geschätzte NachruferInnen,
  Zahlreiche BewegerInnen, Idole und bekannte Persönlichkeiten haben auch dieses Jahr Abschied genommen.

Ein diesbezüglicher (FM4-)Rückblick an dieser Stelle:
 
 
 
JÄNNER
  Teddy Kollek 95
Er war von 1965 bis 1993 Bürgermeister von Jerusalem. Seine Eltern zogen kurz nach seiner Geburt nach Wien. 1935 wanderte die Familie nach Palästina aus, das zu dieser Zeit ein britisches Mandatsgebiet war. Seine Dienstzeit von 28 Jahren wird allgemein als erfolgreich angesehen. Kollek wird zugeschrieben, Jerusalem zu einer modernen Stadt gemacht zu haben, und seine Bemühungen um ein friedliches Nebeneinander der Religionen wurden vielfach gewürdigt.



Rudolf-August Oetker 90
Am 16. Januar 2007 starb der "Pudding-Papst" im Alter von 90 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung in einer Hamburger Klinik. Er galt als einer der größten deutschen Familienunternehmer in der Nachkriegszeit. Das Vermögen seiner Familie wird auf 4,35 Milliarden Euro geschätzt.



Adolf Frohner 72
Der österreichische Maler, Grafiker und Bildhauer war ein Vertreter der Objekt- und Aktionskunst und war mit der dreitägigen Einmauerung zusammen mit Hermann Nitsch und Otto Muehl sowie der Herausgabe des Manifests Blutorgel im Jahr 1962 an der Schöpfung des Wiener Aktionismus beteiligt. 1972 wurde Frohner mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Im selben Jahr begann er seine Tätigkeit als Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Von 1985 bis 2005 leitete er eine Meisterklasse für Malerei. 1987 wurde er zum Dekan gewählt, war von 1989 bis 1991 Prorektor und von 1999 bis 2005 Vorstand des Instituts für bildende Kunst.

 
 
  Gerhard Bronner 84
Der vielfach ausgezeichnete österreichische Komponist, Schriftsteller, Musiker und Kabarettist (Der G'schupfte Ferdl) prägte die heimische Kabarettszene der Nachkriegszeit entscheidend mit. 1938 musste er aus Wien nach Palästina fliehen. 1948 kehrte Bronner in seine Geburtsstadt zurück und machte aus dem Konzerthaustheater ein renommiertes Sprungbrett für junge Künstler wie Georg Kreisler, Louise Martini, Peter Alexander und Helmut Qualtinger.



Ryszard Kapuciski 74
Der polnische Reporter und Journalist war auch einer der am häufigsten übersetzten Autoren Polens. Er war sechsfacher Ehrendoktor und erhielt über 40 Preise und Ehrungen. Kapuciski war Mitglied des polnischen Penclubs.

 
 
FEBRUAR
  Alfred Worm 61
Der österreichische Journalist und Autor wurde 1973 durch die Aufdeckung des Bauring-Skandals bekannt. Er war eine Speerspitze des investigativen Journalismus. Der stellvertretende Profil-Chefredakteur deckte den AKH-Skandal auf, sorgte für Aufsehen mit der Aufdeckung der Waldheim-Affäre und des Noricum-Skandals. 1994 wechselte er zum Magazin News, bei dem er als Chefredakteur tätig war.



Arthur M. Schlesinger 89
Der US-amerikanische Historiker, Berater zweier US-Präsidenten und zweifacher Pulitzer-Preisträger untersuchte vor allem die Politik von US-Präsidenten wie Andrew Jackson, Franklin D. Roosevelt, John F. Kennedy und Richard Nixon und war Professor an der Harvard-Universität.



Anna Nicole Smith 39
Mit 17 Jahren jobbte sie in Texas als Kellnerin und Stripteasetänzerin. Dann entdeckte sie ein Fotograf für den Playboy. Ihre üppige Oberweite machte die Blondine weltberühmt. In Deutschland sorgte sie 1993 mit ihrer freizügigen H&M-Reklame für Aufsehen. Ein Jahr später macht sie Schlagzeilen, als sie den 89-jährigen Öl-Milliardär J. Howards heiratete. Im September 2006 starb ihr 20 Jahre alter Sohn Daniel während eines Besuches bei ihr auf den Bahamas. Am 8. Februar starb Smith mit 39 Jahren an einer Medikamentenüberdosis in Florida.

 
 
MÄRZ
  Herbert Fux 79
Der österreichische Schauspieler und Politiker wurde in den 60ern bekannt, als er in B-Movies, Erotikfilmen und Krimis mitwirkte. Er war Gründungsmitglied der Vereinten Grünen Österreichs und Vorsitzender des städtischen Kulturauschusses in Salzburg. Der "Grüne Klub" wählte Herbert Fux 1990 zum Ehrenobmann auf Lebenszeit, eine Auszeichnung, die er 2003 allerdings wieder zurücklegte.



Jean Baudrillard 76
Er war französischer Medientheoretiker, Philosoph und Soziologe und galt als einflussreicher, aber auch umstrittener Vertreter des postmodernen Denkens.
Ein Nachruf von Christian Fuchs



Paul Watzlawick 85
Der in Kärnten geborene Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeut war durch zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Werke bekannt geworden. Neben seinem Bestseller "Anleitung zum Unglücklichsein" (1983) kann als sein Hauptwerk die 1969 vorgelegte wissenschaftliche Studie "Menschliche Kommunikation" gelten. Darin begründete er eine kommunikationstheoretische Annahme, die grundlegend für seine weitere wissenschaftliche Arbeit wurde: "Man kann nicht nicht kommunizieren." Dieser Satz wird auch als Axiom der Metakommunikation bezeichnet.

 
 
APRIL
  Carl Friedrich von Weizsäcker 94
Der Physiker, Philosoph und Friedensforscher und Bruder des ehemaligen Bundespäsidenten Richard von Weizsäcker galt unter Forschern als der letzte deutsche Universalgelehrte. Er trat für die Verantwortung der Wissenschaftler ein und prägte den Begriff einer "Weltinnenpolitik". In den letzten Jahrzehnten wendete er sich verstärkt ethischen und religiösen Fragen zu.



Sol LeWitt 78
Der US-amerikanische Künstler war ein Vertreter des Minimalismus. In seinem theoretischen Werk "Paragraphs on Conceptual Art" wurde er zu einem wichtigen Anreger der Concept Art. Seine Werke sind mehrfach im Museum of Modern Art in New York ausgestellt.



Boris Jelzin 76
Er war der erste Präsident Russlands von 1991 bis 1999 und das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt in der Geschichte des Landes. Er war eine Figur voller Widersprüche: einerseits ein radikaler Reformer, der den Stalinismus gnadenlos abwickelte. Anderseits ein kranker Autokrat, der Krieg in Tschetschenien führte und wegen seines Alkoholproblems verspottet wurde. Am 23. April starb Jelzin an Herzversagen.


 
 
MAI
  Oswald Tschirtner 86
Der österreichische Künstler galt, neben August Walla, Johann Fischer, Johann Hauser oder Ernst Herbeck, als einer der großen Stars der "Gugginger Künstler". Er lebte im Haus der Künstler stets sehr in sich gekehrt. Auch in seinem künstlerischen Werk hat er sich der Einsamkeit der Figur, fast dem Minimalismus verschrieben. ('Kopffüßler')



Gusti Wolf 95
Die österreichische Schauspielerin gehörte seit 1946 zum Ensemble des Burgtheaters, seit 1987 war sie dort Ehrenmitglied. Seit 1937 stand Gusti Wolf auch immer wieder vor der Filmkamera, seit den 60er Jahren arbeitete sie auch häufig für das Fernsehen. Zu den prominentesten TV-Figuren, die sie verkörperte, zählten etwa die Mutter Kottan in der satirischen Krimiserie "Kottan ermittelt".



Dietmar Pflegerl 63
Der österreichische Theaterregisseur war Intendant des Stadttheaters Klagenfurt.



Jörg Immendorff 61
Der deutsche Künstler (Malerei, Bildhauerei und Aktionskunst) der bei Teo Otto und Joseph Beuys studierte war Hauptschullehrer für Kunst, bevor er eine der bekanntesten deutschen Nachkriegs-Künstlerpersönlichkeiten wurde.

 
 
JUNI
  Georg Danzer 60
Der österreichischer Liedermacher und Pionier des Austropop wurde neben seiner Qualität als Autor und Musiker für seine klare gesellschaftliche Positionierung und Glaubwürdigkeit geschätzt.
Ein Nachruf von Walter Gröbchen



Kurt Waldheim 88
Der österreichische Diplomat und Politiker war von 1972 bis 1981 UN-Generalsekretär sowie von 1986 bis 1992 österreichischer Bundespräsident. Die Affäre um seine NS-Vergangenheit führte zur Isolation Waldheims und in gewissem Grad zu einer Isolation Österreichs. Ab 1987 stand er auf der 'watch list'.



Klausjürgen Wussow 78
Eigentlich wollte er Mediziner werden, als TV-Arzt schrieb Klausjürgen Wussow in den 80er-Jahren Fernsehgeschichte. Wenn er als Professor Brinkmann im weißen Kittel durch die "Schwarzwaldklinik" schritt, saßen Millionen gebannt vor dem Fernseher. Die ZDF-Serie erreichte in 73 Folgen eine Quote von bis zu 60 Prozent und wurde in über 70 Länder exportiert. Am 19. Juni starb der an Demenz leidende Schauspieler an einer Herzschwäche.



Gianfranco Ferré 62
Der vielfach ausgezeichnete italienische Modedesigner und Unternehmer war künstlerischer Direktor für das Unternehmen Christian Dior und entwarf seit 1997 wieder unter eigenem Namen.

 
 
JULI
  George Tabori 93
Er war einer der großen Theatermacher der Gegenwart. Zentrales Thema seiner oft selbst inszenierten Dramen war die Auseinandersetzung mit dem Faschismus. Der ungarische Jude war 1936 vor den Nationalsozialisten geflohen. Bis auf die Mutter wurde seine ganze Familie in Auschwitz ermordet. Zu seinen bekanntesten Stücken zählten "Mutters Courage", "Mein Kampf" und das Auschwitz-Drama "Kannibalen". Sein größter Wunsch blieb ihm verwehrt: Zum Abschluss seiner Karriere wollte er von seinem Lieblingsautor Shakespeare "König Lear" auf die Bühne bringen. Der Tod am 23. Juli kam dem Plan zuvor.



Michelangelo Antonioni 94
Mit seinen ästhetisch bahnbrechenden Filmen begeisterte Michelangelo Antonioni in den 60er-Jahren eher Filmfreunde und Kritiker statt profitorientierte Produzenten. Zu den bekanntesten Werken des italienischen Meisterregisseurs zählt "Blow Up". Der Streifen mit David Hemmings und Vanessa Redgrave gilt bis heute als einer der wichtigsten Filme der 60er-Jahre und wurde in Cannes 1967 mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Ein weiterer Höhepunkt war 1970 das Roadmovie "Zabriskie Point", eine Hommage an die 68er-Bewegung.
Journal '07-Eintrag von Martin Blumenau zu Antonioni




 
 
  Erich Mathias Mayer 56
Der Entertainer und Ziehharmonikaspieler wurde im deutschsprachigen Raum einem breiten Publikum durch regelmäßige Auftritte in der Sendung Musikantenstadl als Sidekick 'Hias' von Karl Moik bekannt.



August Paterno 71
Der Kaplan und Autor gestaltete die ORF-Sendungen "Christ in der Zeit" und "Fragen des Christen". Im Radio betreute er "Einfach zum Nachdenken", "Morgenbetrachtung", und "Ökumenische Morgenfeier". 2004 wurde Paterno sexueller Missbrauch vorgeworfen. Das Verfahren wurde wegen Verjährung eingestellt. Er war Träger des Ehrenkreuzes als Ritter vom Heiligen Grab und Archimandrit des griechisch-melkitisch-katholischen Patriarchats Jerusalem.
 
 
 
  Jörg Kalt 40
Jörg Kalt war seit Mitte der 90er Jahre einer der wesentlichen Protagonisten der österreichischen Filmszene.
Ein FM4-Nachruf und Erinnerungen von Mirjam Unger.



Leon Zelman 79
Der polnisch-österreichische Publizist (Das jüdische Echo) war Gründer und Leiter des Jewish Welcome Service Vienna.



Ingmar Bergman 89
Seine strenge Erziehung als Sohn eines schwedischen Pastors prägte ihn und seine Filme. Der Regisseur von oft schmerzhaften Filmen über Schuld und Sühne drehte in seiner langen Karriere über 30 Filme, darunter das mit vier Oscars gekrönte, autobiografisch geprägte Werk "Fanny und Alexander" (1982). 1997 wurde der Schwede bei den Filmfestspielen in Cannes von seinen Kollegen als "bester Filmregisseur aller Zeiten" geehrt. Nur zwei Wochen nach seinem 89. Geburtstag starb Bergman am 30. Juli auf der Ostseeinsel Farö, auf der er zuletzt lange Jahre zurückgezogen gelebt hatte.
Ein Nachruf von Markus Keuschnigg



Michel Serrault 71
Der französische Schauspieler spielte zu Beginn seiner Schauspiellaufbahn vorwiegend in Komödien und beim Boulevard. In seiner 2.Lebenshälfte wurde er als Charakterdarsteller bekannt, als überzeugender Darsteller von Sonderlingen, Egozentrikern und Außenseitern. Er wirkte in über 150 Film- und Fernsehrollen mit, wurde als Charakterdarsteller weltweit anerkannt und galt in Frankreich als einer der besten Bühnendarsteller in Stücken Shakespeares und Molières. Achtmal war er für den wichtigsten französischen Filmpreis, den César, nominiert und gewann ihn dreimal.
Journal '07 Eintrag von Martin Blumenau zu Michel Serrault

 
 
AUGUST
  Lee Hazlewood 78
Der US-amerikanische Songwriter, Country-Sänger und Musikproduzent wurde in den 60ern durch seine Zusammenarbeit mit Nancy Sinatra bekannt, für die er zahlreiche maßgeschneiderte songs verfasste und teilweise auch zusammen mit ihr interpretierte (These Boots Are Made For Walkin', Lady Bird, Sand und Summer Wine). Zusammen mit Bela B. von den Ärzten spielte Hazlewood 2006 den Song "Lee Hazlewood & das erste Lied des Tages" ein.
Ein Nachruf von Boris Jordan



Yone Minagawa 114
Die Japanerin Yone Minagawa galt als ältester Mensch der Welt. Sie verbrachte ihre letzten Tage in einem Altersheim in Fukuchi im Süden des Landes. Neue älteste Frau der Welt ist nun die US-Amerikanerin Edna Parker. Sie wurde am 20. April 1893 geboren und ist damit ebenfalls 114 Jahre.



Franz Antel 93
Der österreichische Filmregisseur, Produzent und Autor führte in über 100 Spielfilmen (zuletzt in der Bockerer-Trilogie) Regie.



Tony Wilson 47
Der Factory Records-Gründer galt als Pop-Pionier und legendäre Figur der englischen Partylandschaft. Ein Nachruf von Natalie Brunner

 
 
SEPTEMBER
  Colin McRae 39
Er galt als Inbegriff des Rallye-Sports, nachdem er 1995 als erster Brite den Weltmeistertitel errang. Danach schloss der Schotte Verträge mit Sony Entertainment ab, die dazu führten, dass eine Rallye-Spieleserie für den Computer und Spielekonsolen erschien. Er ist bei einem Absturz mit seinem Hubschrauber tödlich verunglückt. Im Hubschrauber waren auch sein fünfjähriger Sohn, ein Schulfreund McRaes und eine weitere Person, die ebenfalls bei dem Absturz ums Leben kamen.



Helmut Senekowitsch 73
Der österreichische Fußballspieler und Fußballtrainer nahm mit der österreichischen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden teil und konnte als erster Österreicher erfolgreich in der spanischen Primera División Fuß fassen. Als Trainer führte er unter anderem das Nationalteam zur Weltmeisterschaft 1978 in Cordoba, wo der berühmte 3:2-Sieg über Titelverteidiger Deutschland gelang.



Luciano Pavarotti 71
Luciano Pavarotti war einer der größten Opernstars des 20. Jahrhunderts. Der italienische Stimmakrobat war nicht nur in jedem großen Opernhaus der Welt zu Hause. An der Seite von Placido Domingo und José Carreras füllte er als Mitglied der "Drei Tenöre" ganze Fußballstadien. Mit Popstars wie Sting oder Elton John spielte er Pop-Klassik-Platten ein. Bei einer Größe von 1,90 Meter und einem Gewicht von zeitweise bis zu 130 Kilogramm litt er zuletzt unter starken Rückenschmerzen.

 
 
  Thomas Hansen 31
Der hauptverantwortliche Sänger und Texter der norwegischen Folk-Band St. Thomas ist am 10. September gestorben.
Ein Nachruf von Susi Ondrusova



Marcel Marceau 84
Jeder verstand seine Geschichten, denn seine Sprache war universell. Sie bestand nicht aus Worten und Schriftzeichen, sondern aus Bewegungen und Gesten. Marcel Marceau, der in seinem quer gestreiften Trikot, seiner weißen Hose und roten Blume am zerknautschen Hut als bleicher Clown Bip Geschichten aus dem Alltag erzählte, hat mit seiner wortlosen Kunst ein Weltpublikum erobert. Der französische Pantomime-Künstler hatte sich seit Beginn seiner Karriere dem Theater der Stille verschrieben. Am 22. September verließ Marceau mit 84 Jahren die Bühne des Lebens.



Joe Zawinul 75
Der österreichische Jazz-Pianist, Keyboarder, Komponist, Bandleader und Arrangeur der gemeinsam mit Miles Davis die Stilrichtung des Electric Jazz entwickelte gilt als einer der sehr wenigen Keyboard-Spieler, die am eigenen Spiel und an einem warmen, natürlichen Klang erkennbar sind. Seine Gruppe Weather Report zählt in Fachkreisen und beim Publikum als die bedeutendste Jazzformation im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts.

 
 
OKTOBER
  Evelyn Hamann 65
Als bessere Hälfte von Loriot wurde sie zur Ikone der TV-Unterhaltung. Ob als Frau Hoppenstedt beim Jodeldiplom, sich bei englischen Zungenbrechern verhaspelnde Fernsehansagerin ("Lord und Lady Hesketh-Fortescue"), vor allem aber als Fräulein Hildegard, deren Partner beim Heiratsantrag eine Nudel im Gesicht klebt - mit ihrem komisch-ernsten Gesichtsausdruck brachte Evelyn Hamann als Sketch-Partnerin von Vicco von Bülow Jung und Alt zum Lachen. Doch auch als Verbrecher jagende Sekretärin in der ARD-Reihe "Adelheid und ihre Mörder" zog sie ein Millionenpublikum vor die Fernseher. Am 28. Oktober starb sie nach einer schweren Krankheit.




Deborah Kerr 86
Sie war der Inbegriff der "englischen Lady" im amerikanischen Kino. Sie strahlte in ihren Rollen damenhafte Zurückhaltung, Wohlerzogenheit und Verzichtbereitschaft aus. In ihrer berühmtesten Szene am Strand jedoch überraschte "The English Rose" mit Erotik pur: Ihr feuriger Kuss mit Burt Lancaster in der Meeresbrandung in "Verdammt in alle Ewigkeit" schrieb 1953 Filmgeschichte. Mit der Romanze "Der König und ich" eroberte sie 1956 an der Seite von Yul Brynner die Herzen der Kinozuschauer. Insgesamt sechsmal war sie für einen Oscar nominiert, bevor sie 1994 mit einem Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Sie litt an der Parkinson-Krankheit.

 
 
NOVEMBER
  Norman Mailer 84
Der US-amerikanische Schriftsteller war ein scharfer Kritiker der US-amerikanischen Gesellschaft. Für seine Reportage über die amerikanische Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg erhielt er 1969 den Pulitzer-Preis, ebenso 1980 für einen Tatsachenroman über einen Mörder und dessen Hinrichtung.
Ein Nachruf von Riem Higazi



Werner Geier 45
Der österreichische Radiojournalist, Labelbetreiber und Produzent leitete in den späten 1980er Jahren gemeinsam mit Fritz Ostermayer die ORF-Radiosendung 'Die Musicbox' und war beim Aufbau von FM4 federführend.
Erinnerungen von Martin Blumenau und Robert Rotifer



Wladimir Krjutschkow 83
Krjutschkow, der von 1988 bis 1991 Chef des russischen Geheimdienstes KGB war, wurde nach einem Putschversuch gegen Michail Gorbatschow wegen Hochverrats angeklagt. Er wurde später begnadigt. Nach dem Putschversuch wurde der KGB wegen einer möglichen Beteiligung aufgelöst.



Peter Steiner 90
Bekannt wurde Peter Steiner durch die Milka-Werbung in den 1990er Jahren als "Cool Man". Nachdem ihm seine Tochter ein Casting bei Milka vermittelt hatte, sagte Steiner dort "einen lustigen Spruch". Der anhaltende Erfolg dieses Spruchs ermöglichte es ihm, mit den beiden Singles "Cool Man" und "Geierwally" mehr als eine Million Tonträger zu verkaufen. In Deutschland und der Schweiz erhielt er dafür eine Goldene CD.

 
 
DEZEMBER
  Ike Turner 76
Seine erste Rock'n-Roll-Platte produzierte er 1951. Jahre später traf der Künstler die damals 18-jährige Tina, die Turner 1959 heiratete und mit der er 2 Kinder hat. Beide zusammen erlangten mit mehreren Hits Weltruhm, trennten sich aber später wieder - auch privat. Den Vorwurf, seine Frau geschlagen zu haben, bestritt er gegenüber der Presse. Seinen Drogenkonsum aber musste Turner 1998 mit 17 Monaten Gefängnis bezahlen.
Noch in diesem Jahr erhielt Ike Turner für sein Album "Risin' With the Blues" eine Grammy-Auszeichnung in der Kategorie "Bestes Traditionelles Bluesalbum" verliehen.
"In meinem Herzen weiß ich, was ich bin. Und ich weiß, egal was ich getan habe, ob gut oder schlecht, alles zusammen machte mich zu dem, was ich heute bin."



David Reese 56
Er galt als der beste Pokerspieler aller Zeiten.
1991 wurde Reese als jüngster Spieler in die "Poker Hall of Fame" aufgenommen. Die Pokerlegende starb in Las Vegas an den Folgen einer Lungenentzündung.



Karlheinz Stockhausen 79
Der Klangpionier und einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts hat sich neben unzähligen Kompositionen und Aufnahmen als Dirigent, Kulturmanager und als Leiter des elektronischen Studios des Westdeutschen Rundfunks aktiv daran beteiligt, Köln zu einem der bedeutenden Zentren der Neuen Musik zu entwickeln. Eine Reihe von Kompositionsprinzipien, die Stockhausen entwickelte, waren bahnbrechend und stilbildend für die ihm nachfolgenden Komponistengenerationen.



Benazir Bhutto 54
Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto ist den schweren Verletzungen, die sie bei einem Selbstmordanschlag bei ihrer Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi erlitten hatte, erlegen.
Ein FM4-Nachruf

 
 
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