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Stockholm | 27.3.2006 | 10:19 
Musik, Mode und Monarchie: Sweden, twelve points!

Smoab, Farkas, Gerlinde

 
 
De-Evolution According to THTH
  "I've been singing
I've been dancing in the Streets
I've been drinking wine
I've been screaming
I've been talking in tongues with everyone
I've been calling up your number twice"
 
 
 
 
 
  Kommen euch solche Momente nicht auch so richtig bekannt vor? An wie vielen Freitag und Samstag Abenden hat man nicht schon solche Szenen beobachtet und erlebt? Manchmal wohl auch an einem Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag.

Aber egal! Fakt ist:
Wir sitzen alle in ein und demselben Boot, wenn es um das allwöchentliche Ausgehen geht.
Manche lieben es ...
Manche hassen es ...
Manche bezeichnen es mit glänzenden Augen als Sex, Drugs and Rock'n'Roll.
Manche fürchten es als das abendliche Drama zwischen Liebe, Lust und Frust.
Aber alle kennen es.
 
 
 
Der Ausgeh-Alltag.
  Das ist nicht nur der Stoff, aus dem wohl Daily Soaps viele ihrer Ideen schöpfen, sondern vor allem auch ein grundlegendes Thema für unsere gute alte Rock- und Popmusik. Ein besonders gutes Beispiel dafür sind jene fünf Schweden, die als The Horror The Horror gerade durch das europäische Festland touren und dabei demnächst auch einige Stationen hier in Österreich einlegen werden.
 
 
 
The Horror The Horror touren durch unser Alpenland!
 
 
  In der Musik-Presse wird ihr Klang zumeist als unaufgeregter, geradliniger Gitarrenpoprock mit gewissem Erinnerungspotential an die Strokes beschrieben. Meiner Meinung nach kann man The Horror The Horror aber am besten als "Förfest-Musik" bezeichnen.

Wie schon einst beschrieben, ist das Förfest die in Schweden sehr übliche "Aufwärm-Party" bei Freunden oder sich selbst zu Hause. Am besten funktioniert es jedenfalls in angenehmer Gesellschaft! Bei anregender Musik, mehr oder weniger tiefgründigen Gesprächen und dem einen oder anderen Bier bringt man sich in die richtige vorfreudige Stimmung, um anschließend das Haus zu verlassen und bei der "richtigen" Party gemeinsam einen drauf zu machen.

Und The Horror The Horror besitzen jedenfalls musikalisch genau dieses gewisse Spannungs-Aufbau-Etwas.
 
 
 
 
 
Förfest mit der Platte.
  Ihr könnt es ja gerne selbst mit ihrem Debüt-Album ausprobieren! (Das heißt übrigens genau wie die Band, und Kollegin Ondrusova hat uns schon im Jänner davon erzählt.)
Ich spreche da aus Erfahrung. Ganz bodenständig und ohne große Anstrengungen produziert die Platte einen leichten Nervenkitzel, und ehe man sich versieht, steht man nach dem letzten Song auf, greift sich die Jacke und eilt zu der persönlichen Bar/Kneipe/Ausgeh-Location des Vertrauens. Dabei regen einen die Lieder zwar nicht unbedingt zum Tanzen, aber zum ordentlichen Kopf-im-Takt-Mitnicken an.
 
 
 
 
 
  Und fern von jeglicher Rockstar-Arroganz reden Joel, Jakob, Mattias, Johan und Patrick von THTH Klartext mit uns. So wie gute alte Freunde erzählen sie uns von guten und schlechten Abenden. Es sind Episoden aus dem Alltag, bestimmt von den kleinen Freuden im Leben, Parties, Gefühlen, der Angst vor dem Alleinsein und der Suche nach dem bisschen mehr als nur "flirt attraction", nämlich Liebe. Das alles auf direktem Wege, ohne übereifrige Soundschnörksel oder hyper-kryptische Texte. Sondern einfach und direkt. Sozusagen von Mann zu Frau und von Mann zu Mann.

Auch wenn vom Label als das nächste "große Schweden-Ding" bezeichnet, bleiben The Horror The Horror fünf einfache Typen, die einfach Spaß am Musik-Machen haben und hoffen, dass wir alle Spaß beim Zuhören haben.
 
 
 
Fest live mit der Band.
  Dasselbe gilt wohl auch fürs Zusehen, wovon man sich schon beim FM4 Geburtstagsfest im Jänner überzeugen konnte. In meiner damaligen Unkenntnis eher auf Rocker-Gehabe à la Mando Diao oder vielleicht sogar Hives-Gepose gefasst, war ich ziemlich überrascht, zu Beginn ihres Auftritts eine leichte Schüchternheit und vorsichtige Zurückhaltung zu bemerken. Tja, wohl genauso wie du oder ich, wenn wir plötzlich alleine in eine Party stolpern, wo man niemanden kennt. Irgendwie sympathisch, oder?

Nachdem aber keiner von uns den schwedischen Besuch während der ersten drei Lieder gebissen hatte, brach dann zu unser aller Glück auch schnell endgültig das Eis, und aus der braven Einstiegsspielerei wurde doch noch eine ordentliche Poprock-Show.
 
 
 
The Horror The Horror im Jänner beim FM4 Geburtstagsfest.
 
 
  Auch wenn mir persönlich das Konzert damals schon gut gefallen hat, bin ich mir sicher, dass THTH es mittlerweile noch besser können. Zumal sie dieses Mal nicht auf eine Party voller Unbekannter stolpern, sondern gewisserweise (neuen) Freunden mal wieder einen Besuch abstatten.
 
 
 
Tourdaten
  Wenn du auch gerne zu den Freunden des schwedischen Horrors zählen möchtest, so solltest du hier gleich mal nachschauen, wann die Jungs in deiner Stadt Tourstation machen ... oder halt in der dir nächst gelegenen größeren Stadt.

28.03. Backstage in München (D)
29.03. Posthof in Linz
02.04. Merkker in Baden (CH)
03.04. PMK Bögen in Innsbruck
04.04. Universität in Klagenfurt
05.04. Flex in Wien
06.04. Rockhouse in Salzburg
07.04. Cafe Pic in Kaufbeuren (D)
08.04. Sublime in Aflenz

Viel Spaß beim (För-)Fest mit The Horror The Horror!

(Ach ja! Noch ein kleiner Tipp: Wer hier in Wien schon mal ein schwedisches Förfest für diese Tour haben möchte, der kann morgen Abend [28.3.] im Vorstadt (Herbststrasse 37, 1160) vorbeischauen und den famosen Texten und Melodien des Singer-Songwriters Pelle Carlberg lauschen!)
 
 
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