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Stockholm | 9.7.2006 | 15:19 
Musik, Mode und Monarchie: Sweden, twelve points!

Smoab, Farkas, Gerlinde

 
 
Ich habe eine Jahreskarte in einem Fitnesscenter.
  Ob dieses Statement nun auf Grund der üppigen Klischeebehaftung des Ortes "Fitnesscenters" gemäß der gängigen (Indie-)Szenenideale als COOL oder UNCOOL eingestuft wird, sei dahingestellt. Ich persönlich erachte Sport ja als eine sinnvolle Investition in die eigene Gesundheit. Der Body wird gestählt und die Birne mal etwas frei.
 
 
 
Nein, im Ernst.
  Ich mag es zu schwitzen!

Nach einer bewegungserfüllten Jugend mit Mila-ambitioniertem Gartenvolleyball, "Captain Tsubasa"-nacheiferndem Gartenfußball, neun Jahren Ballett in Mautern, paar Saisonen in der FUK (Fecht Union Krems), einer Schwimmhalle in der Schule, dem goldenen ÖSTA-Leichtathletikabzeichen und einigen Tennis-oder-Badminton-Intermezzi wollte ich meine Muskeln natürlich auch jetzt nicht verkommen lassen. Nachdem Karate beim Unisportverein nicht so ganz das Wahre war, bot sich hier in der Stadt vor allem der Eintritt in ein Fitnesscenter als nächster logischer Sportlerschritt an.
 
 
 
 
 
  Im Oktober gesagt, im November getan. Anfangs lief alles bestens. Der Ehrgeiz, regelmäßig zu trainieren und somit den monatlichen Mitgliedsbeitrag ordentlich zu nutzen, trug auch recht schnell Muskelfrüchte. Aber mit der Zeit verflog die anfängliche Motivation. Bedingt durch Uniprüfungen, Reisen und sonstigen Alltagsstress reduzierten sich die Fitnesscenterbesuche in den letzten Monaten auf ein Minimum. Limes gegen 0.
 
 
 
Long time, no see!
  Gestern war ich aber endlich wieder dort! Es war zwar ein neuer Typ am Empfangsschalter, aber sonst war alles beim Alten. Also rauf auf den "Tussenstepper", nach 15 Minuten ein paar Gewichte "gestemmt" und sich anschließend trotz bevorstehendem Muskelkater wie frisch geboren fühlen! Großartig!

Ich sollte vielleicht anmerken, dass der "Tussenstepper" trotz meiner abfälligen Bezeichnung mein absolutes Lieblingsgerät im Hause ist. Es ist mir nämlich aufgefallen, dass mir kontinuierliche Bewegungsabläufe lieber als starke Kurzzeitbelastungen (z.B. an den Kraftmaschinen) sind. Zu Gewicht-Stemmereien muss ich mich regelrecht zwingen, wohingegen am Stepper ich mich eher dazu überwinden muss, irgendwann wieder aufzuhören.
 
 
 
 
 
Power Pop
  Vor allem mit der richtigen Musik im Ohr! Nachdem mich die oft vom platten RNB-Gesangsbrei dominierte Musikfernsehbeschallung eher quält, habe ich es mir angewöhnt, meinen MP3-Player voll aufgeladen einzustecken.

Resultat: Mindestens 30%ige Leistungs-/Kalorienverbrennungssteigerung gepaart mit einer bewussteren Wahrnehmung des Soundtracks!

Man selbst weiß ja schließlich am besten, wozu einem die Beine am meisten jucken. Für mich sind das (im Moment) jedenfalls Love Is All, Chemical Brothers und Cat5. Und danach noch etwas Jens Lekman zur Entspannung!
 
 
 
  Noch lieber als das ganze "Geräteturnen" mag ich allerdings die Aerobic-Kurse. Keine Ahnung, ob das mit meinen Ballett-Wurzeln zu tun hat und ich mich deswegen so gerne choreografisch angehaucht zu Musik bewege. Wenn leider auch nicht unbedingt zu den persönlichen Lieblingssongs. Schließlich muss man hier mit der Musikauswahl des Kursleiters klarkommen. Tja, und nicht jeder hat eine Vorliebe für Miss Kittin so wie der nette Herr in Taerobic ...

Aber warum gibt es eigentlich kein Indie-Aerobic? Schwitzen zu den FM4-Charts und unseren liebsten Liedern von der Tanzfläche. Das wär doch richtig toll! Oder?

 
 
Ach ja!
  Meine unverbindliche und typisch schwedophile Musikempfehlung zu diesem Artikel:
"If I'd Liked Sports I'd Be One" von
The Light Bulb Project.

Songs von Le Sport würden sich aber natürlich auch sehr eignen.
 
 
 
The Light Bulb Project aus Malmö
 
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