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Wien | 12.1.2009 | 17:03 
Aus der Welt der Filmfestivals: Von Kino-Buffets und dunklen Sälen.

Pamela, Fuchs, Ondrusova

 
 
Kein Schmäh! 3D! (2)
  Auf meinen gestrigen Rückblick in die Geschichte des 3D-Kinos, folgt heute eine Vorausschau auf mögliche Höhepunkte der dreidimensionalen Filmwelle.
 
 
 
It's a kind of magic...
  Die Welle an 3D-Filmen erreicht die Alte Welt - beinah schon eine Tradition - mit mehrmonatiger Verspätung. Drüben bereits angelaufen ist The Journey to the Center of the Earth in 3D mit Brendan Fraser in der Hauptrolle: dabei ist die Dreidimensionalität noch mehr Illusion, noch mehr Geist als in den 50er-Jahren, weil gar nicht mehr materiell herbei gezaubert, sondern nur mehr in der Postproduktion in den bereits fertigen Filme hinein gerechnet.

In ähnlicher Montur kommt dann der mittlerweile sechste Harry Potter-Film (US-Start: 17.07.) um die Ecke geflogen und auch der dritte Ableger der CG-Animationsgaudi Ice Age namens Dawn of the Dinosaurs (US-Start: 01.07.) genügt sich nicht mehr in zwei Dimensionen.

 
 
 
 
Wir animieren uns zu Tode
  Von dieser neuen technologischen Bewegung ausgelöst werden auch ältere Filme in gepimpten Versionen erneut in die Kinos kommen: eine grundsätzlich angenehme Nebenwirkung, nachdem die großen Studios die einstmalige Re-Run-Politik mit dem Aufkommen des Heimvideos großflächig abgeschafft haben und man somit in Großstädten mit Filmmuseen wohnen muss, um gegebenenfalls neue, klare Kopien von Klassikern sehen zu können.

Unter anderem neu aufgelegt werden die Computeranimations-Meilensteine Toy Story 1 (US-Start: 2.10.) und 2 (US-Start: 12.02. 2010), zum einen weil man damit viel Geld machen kann, zum anderen, da die aufpolierten Re-Runs das Publikum vorbereiten sollen auf den Start von Toy Story 3 (US-Start geplant am 18.06. 2010).

Überhaupt scheint es kaum mehr einen Animationsfilm zu geben, der zukünftig auf die 3D-Technologie verzichtet: gleich zu Jahresbeginn (US-Start: 06.02.) darf sich Coraline (der neue StopMotion-Film des Nightmare before Christmas-Regisseurs) in ihrer unheimlichen Spiegelwelt verlaufen.
 
 
 
 
 
Und: Schnitt!
  Neben dem Trick- ist es vor allem der Horrorfilm, der sich 2009 dreidimensional gibt: My Bloody Valentine 3D (US-Start: 16.01.) ist das Remake eines mäßig lässigen Slashers aus den Achtzigern, mit Piranha 3D (US-Start: 24.07.) und Final Destination 4 (US-Start: 21.08.) folgen im Sommer Fortsetzungen bereits etablierter Horror-Reihen.

Vor allem aber dürfte allen Schockaholics da draußen bei folgender Aussicht das Wasser im Mund und das Blut im Hirn zusammen laufen: Gerüchten zufolge sollen George A. Romeros Zombiefilme 2009/2010 als 3D-Versionen erneut in die Kinos kommen. Ach ja: und George Lucas hat auch angedroht seinen sechsteiligen Sternenkrieg erneut auswerten zu wollen. Ratet mal mit welcher Technologie?
 
 
 
 
 
Körper sucht... Kino
  Fest steht: die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich durch die digitale Technologie einfachere und effizientere Möglichkeiten zum Drehen von 3D-Filmen industriell durchsetzen werden. Wenn dem so ist, dann dürfen wir uns alle freuen auf einen Schwung an Körperkinoerfahrungen, wie sie die meisten Leser dieser Zeilen vermutlich am eigenen Leib noch nicht miterleben haben dürfen.
 
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  Kein Schmäh! 3D!
Die Brille ins Glück: 2009 feiert der 3D-Film ein Kino-Comeback. Die Geschichte eines Phänomens.
   
 
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