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Wien | 26.8.2008 | 10:54 
Please don't put your life in the hands
of a rock 'n' roll band

Farkas, Christianlehner, Ondrusova

 
 
Open Mike: La plus belles pour aller danser
  Die singenden Damen der 60er.
 
 
 
Girls were once suffragettes...
  Auf dem Musikabspielprogramm meines Vertrauens habe ich eine Playlist namens "singing". Wenn es dann spät wird und ich wieder einmal meine rostigen Stimmbänder zum schwingen bringen will, drück ich da drauf und singe mit meinen Ladies um die Wette. Und wenn ich meine Ladies sage, dann meine ich Nancy, Dusty, Vashti, Francoise, Marianne, Melanie, Cilla, Connie und viele mehr.

 Ms. Sinatra
 
 
Ms. Bunyan
 
 
Now they're out takin' bets...
  Zur Musik der Sechziger habe ich eine große Affinität - denn als Kind am Rücksitz im Auto meiner Eltern hörte ich ausschließlich den Oldies-Sender. So war die Musik ihrer Jugend auch die der meinigen.

Die 60er waren eine Zeit des grossen Umschwungs - natürlich politisch, sozial, das wissen wir eh alles. Aber eben auch in der Musikindustrie hat sich einiges getan. Nach der Entdeckung der Rockband (Beatles, Stones) und relativ braven Sängerinnen (Doris Day, Peggy Lee), entwickelte sich da etwas ganz neues. Die Chanteuse als Sexsymbol, die Frau die nicht nur alle Oktaven locker abklappern kann sondern auch noch Filme dreht, Modetrends setzt und die Herzen aller Frauen und Männer in ihren Bann zieht.

Heutzutage trifft so eine Beschreibung (bis auf letzteres vielleicht) am ehesten auf Britney Spears zu. Mit ihrer Hypersexualisierung und dem mangelden Talent ist sie dann aber doch weit von diesem Niveau entfernt. Und obwohl die Damen damals auch "gemacht" worden sind (von megalomanischen Talenten wie Lee Hazlewood, Serge Gainsbourg oder Phil Spector), schwingt bei ihnen so eine große Portion Talent, Ehrlichkeit, Glamour und Charme mit, dass man sie nie als inhaltslose Popsternchen abtun könnte. Damals war der Pop halt eben was anderes, oder mein verklärter Blick auf eine Vergangenheit von der ich nicht Teil war lässt mich die Dinge so sehen.

 
 
 
Ms. Faithfull
 
 
Smokin' filter cigarettes...
  Abseits der großen Diven widmen wir uns im Open Mike auch den "verspäteten Geheimtipps". Vashti Bunyan, die Folksängerin deren Stimme schon Devendra Banhart in Gänsehaut-Wallungen versetzt hat, wollte damals niemand. Ihr Album ist überhaupt erst vierzig Jahre nach der Aufnahme veröffentlich worden. Weiters auch P.P. Arnold und Cilla Black -gewaltige Stimmen und Persönlichkeiten, die die Welt vergessen hat. Wir aber nicht, denn Kollegin Reiser und ich huldigen regelmäßig unsere großen Vorbilder wenn wir auflegen.

Und das tun wir für euch im Open Mike - eine Stunde lang von einsamen Folk-Sängerinnen bis hin zu Ye-Ye Bombshells: Die singenden Damen der 60er.

Das Open Mike mit Barbara Matthews und Pia Reiser rund um die singenden Damen der 60er -am Mittwoch den 27.8 ab Mitternacht auf FM4.

 Ms. Springfield
fm4 playlist    
 
artist title
 Jacqueline Taieb 7 am
 Cilla BlackIt's For You
 Francoise HardyTous Les Garcons et Les Filles
 Marianne FaithfullAs Tears Go By
 Marie LaforetMarie douceur, marie colere
 Melanie SafkaMr. Tambourine Man
 Joni Mitchell Chelsea Morning
 P.P. ArnoldSpeak to Me
 Vashti BunyanSome Things Just Stick in Your Mind
 Nancy SinatraI Move Around
 Claudine LongetNothing to Lose
 Brigitte BardotBubble Gum
 Brigitte BardotCa Pourrait Changer
 April StevensLove Kitten
 Dusty Springfield Breakfast in Bed
 Sandie ShawAlways Something There to Remind me
fm4 links
  Das FM4 Open Mike 2008
   
 
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