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Wien | 30.11.2008 | 00:46 
Please don't put your life in the hands
of a rock 'n' roll band

Farkas, Christianlehner, Ondrusova

 
 
Update vom 12. Dezember 2008
  Wie gestern bekannt wurde, hat sich Blackmail in der bisherigen Besetzung aufgelöst, wie auf der offiziellen Website zu lesen ist.

"Wir haben alles gegeben, was wir geben konnten und noch mehr. Die vier Typen, die früher diese Band waren, können so nicht mehr zusammen weitermachen. Menschliches Verständnis war für uns immer die wichtigste Basis. Für alles. Diese Basis ist nicht mehr vorhanden. Eine Fortführung in dieser Besetzung ist für uns, insbesondere aus künstlerischen Aspekten, nicht mehr vorstellbar."

Kürzlich war die Band noch in originaler Formation bei einem FM4 Überraschungskonzert in Salzburg zu Gast:
 
 
 
"Wir sind doch hier nicht... !"
  Koblenz goes Rockhouse. Wir sind Salzburg. Aber nicht bei den Wildecker Herzbuben. Ein FM4 Überraschungskonzert mit Blackmail.
 
 
 
Day by Day
  Einen kleinen Samstagsausflug im sonnigen November, wer kann da schon nein sagen? Das FM4 Mobil tuckert Richtung Salzburg, obwohl selbst wir RedakteurInnen bis zum Schluss nicht wissen, wo uns die Reise genau hinführen wird (zwinker). Denn Überraschungskonzerte sind ja bekanntlich geheim, geheim (räusper)! Allerdings habe ich schon gewusst, dass mich am Ziel der Autofahrt die Herren von Blackmail erwarten würden, eine Truppe, mit der ich bereits im Sommer am FM4 Frequency eine kleine Freundschaft geschlossen habe. Also "Tempo, Tempo!" als Schlachtruf und auf in die Höhle des Löwen, oder halt ins Rockhouse, am Felsen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Same Sane
  Exzess muss sein. Wir sind doch hier nicht bei den Wildecker Herzbuben.

Ein Satz ist Programm. Nach vierzehn Jahren Bandbestehen sind Herr Abay und Konsorten kein bisschen müde. Am Nachmittag noch in neu entdeckten Farbtönen gekleidet (grau!), sind alle fünf bei Einbruch der Dunkelheit wieder ins vertraute schwarz gehüllt. Das Konzert beginnt mit einem einsamen, eindringlichen Gitarrensolo - das Set fängt hard & heavy an und bleibt auf dieser Ebene. Wer soliden Rock gesucht hat, ist hier richtig. Die große Halle im Rockhouse ist zwar nur halb gefüllt (wo sind meine Leute da draußen?), aber das bedeutet lediglich, dass jede/r Einzelne hier eine umso größere Portion Intensivität abbekommt.

Unser Wunsch ist Aydos Befehl - so wirft er sich während "Friend" gleich mal in die Menge. "Wir müssen eine Einheit bilden. Ich möchte einmal Kontakt mit euch allen gehabt haben!" Auf den Händen der begeisterten Damen wandert er bis ans Mischpult am anderen Ende des Saals und zurück. Blackmail heißt Körperkontakt. Dieser kleine Ausflug ins Publikum hat schlussendlich auch alle Anwesenden auf die Seite der Band gerissen. Mission accomplished, es wird wilder.

Auf Wunsch einer Redakteurin (hüstel hüstel) ermutigt Aydo die Crowd dann zur "Wall of Death". Ja, ja, diese schöne kleine Choreographie war schon am Frequency ein Hit - das Publikum teilt sich in zwei Hälften und stürmt aufeinander los. Wunderbarer Rock 'n' Roll Blödsinn, den tatsächlich jeder im Rockhouse auch mitmacht. Nomen est omen, after all.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
False Medication
  Blackmail sind derart routinierte Profi-Rocker, dass ich es manchmal schade finde, dass die anderen Bandmitglieder stets ihren Frontman den Hampelmann machen lassen, ohne sich selbst allzu viel zu beteiligen. Dafür hat Aydo dermaßen viel Charisma, dass man den Blick sowieso kaum abwendet. Der Herr gibt Gas ohne Ende, stürzt sich mit einer Leidenschaft auf sein kleines Noise-Effekt-Gerät und ist das Gräuel eines jeden Fotografen. Huch, schon wieder aus dem Bild gesprungen.

Blackmail gefallen mir. Hier steht die Musik im Vordergrund, kein großes Angeben oder Gepose. Die Herren wissen, was gut ist, hauen ins Zeug, und dann Feierabend. Es ist wahrscheinlich das Geheimnis ihres Erfolgs, dass sie sich als Individuen gar nicht so sehr in den Vordergrund drängen. Sie sind ein Team mit einem verschmitzt-lächelnden Aushängeschild, dass einfach auf Gruppendynamik setzt. Jeder hat seinen Part - in den Worten von Radiohead: no alarms and no surprises . Blackmail im Rockhouse, das war Teamwork in Band und Publikum. Es passiert ja nicht alle Tage, dass man einen Rockstar derart sanft auf Händen trägt. Gut gemacht!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Und während DJ Stootsie (that's Mr. Seesaw to you!) an den Plattentellern für wunderbaren Retro-Rock sorgt, und Blackmail Merchandise über den Tresen wandert, schleichen wir uns langsam davon. Danke Salzburg, bis bald mal wieder.

Alle Fotos: Alexandra Augustin

Blackmail sind heute abend im Wiener WUK zu sehen.
 
 
 
 
 
Lass dich überraschen
  Und schon sehr bald gibt's ein weiteres FM4 Überraschungskonzert - dann mit Fuzzman. Wann und Wo? Wir verraten's natürlich nicht. Das übernimmt das SMS bzw. die E-Mail, die du rechtzeitig und mit allen nötigen Infos bekommst. Wenn du dich noch rechtzeitig registrierst natürlich. Geht ganz einfach!
 
 
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