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Wien | 14.1.2009 | 13:15 
Abstrakte Brutalitäten und Graumarktökonomien

Trishes, Gerlinde, Fuchs

 
 
Ich und ... die Puppetmastaz
  Dass die Puppetmastaz einen speziellen Platz in meiner privaten Heimrotationsliste haben, habe ich vor kurzem schon erklärt. Hier und jetzt das Outing, warum die räudigen, rappenden Puppen auch einen Platz in meinem Herzen haben. Auf ewig!
 
 
 
  Sie rappen gut. Nicht nur für Nashörner, Frösche, Maulwürfe, Hasen, sondern auch nach menschlichen Standards. Sehr begrüßenswert ist auch, dass unsere Puppenfreunde keine Sesamstraßenreime von sich geben, sondern eher Zeilen wie "it takes a puppet regime to bring down the republican money machine".


Ihre Produktionen sind 1a. Die Monsterbeats der Puppen spannen eine Brücke von Modeselektor zu Kanye West, und dass sie sich als erste "Toygroup" des Planeten bezeichnen, ist gleich in doppelter Hinsicht ein gelungenes Scherzchen.
 
 
 
 
 
  Obwohl schon steinalt, will ich mich nicht mit der Idee anfreunden, dass Kreaturen wie Kermit der Frosch, Master Yoda oder Animal aus der Muppet Show nicht wirklich auf diesem Planeten wandeln und ihr Wesen und Unwesen treiben. Ich mag es, wenn Konzepte derart konsequent durchgezogen werden, dass Fantasiewelten in die Realität kippen.
 
 
 
  Also glaubt ja nicht, irgendwelche halbherzigen Inszenierungen bei den Puppetmastaz-Konzerten zu sehen - da sind keine Menschen, die irgendwo im Hintergrund die Fäden ziehen. Unsere Helden aus Stoff und Pappmaché sind perfekte Performer. Die Menschen, die sie als Wirten, als Energiespender benötigen, halten sich im Hintergrund, und auch bei Interviews haben sie nichts zu melden.
 
 
 
  Mr. Maloke ist der Chef der Puppetmastaz, das Chefchen, wie er es selbst zu formulieren pflegt. Irgendwann in den 90er Jahren kam unser Held auf die Idee, der Unterdrückung der Puppen mit einem Congress of Puppetry entgegenzuwirken. Der Legende nach rekrutierte Maloke in einer dunklen Seitengasse ein paar reimende Amphibien, und von da an war die Bewegung nicht mehr zu stoppen. Mehr und mehr Puppen schlossen sich der Bewegung an.
 
 
 
  Puppen mit revolutionärem Gestus, die gekonnt musikalisch Amok laufen und dabei authentischer sind als die meisten menschlichen Marionetten, die einem heutzutage als Pop- und Rapstars untergejubelt werden. Da können wir doch gar nicht anders als laut "ja!" schreien und auch mit unseren Stofftieren herbeieilen, um über Mittelsmänner dem Congress of Puppetry beizutreten.
 
 
 
Welch glücklicher Moment. Die Puppetmastaz gewähren meinen Stofftieren eine Fan-Audienz.
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