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Wien | 22.8.2008 | 21:07 
Scheinlicht im Nebelwerfer. Reis(s)ende Rückblicke auf bleibende Bühnen.

BorisJordan, Fuchs, Hofer

 
 
Something For The Weekend.
  Schlechten Tag gehabt? Say no more. Dies hier hilft.
 
 
 
Munch Munch "Endolphins"
  Aus Bristol kommt die Chaotengruppe Munch Munch, die mit Tomlab eine passende Soundstempelheimat gefunden haben. Wie schon die großartigen Islands verpacken die lautmalerischen Munch Munch fünf Songideen in eine. Das beschreiben manche als "Xiu Xiu meets Arcade Fire", was es natürlich überhaupt nicht trifft. Der Song "Endolphins" ist genauso Tippfehler wie Geschwindigkeitsüberschreitung. Ein kollektiver Chor und dann wird wichtigste Songzeile im Drumpuls für sich stehen gelassen: "You feel nothing, you feel nothing, but I hope that turns out right." (Österreich-Termin gibt es auch: 9.9.2008 im Wiener Fluc)
 
 
 
Holly Golightly "My 45"
  Ein bisschen Blues muss sein. Gestern noch Alan Lomax-Doku geschaut und lange in den Smithsonian Folkways-Archiven gestöbert, heute ganz kurz über die offizielle Einberufung einer Arbeitsgruppe "Geldsammeln" nachgedacht und dann diese Single in der Post entdeckt: Holly Golightly And The Brokeoffs singen "My 45": You better run, you better hide. Ein diabolischer Dialog über das Verlassen und Verlassen werden.
 
 
 
Grace Jones "Corporate Cannibal"
  "Pleased to meet you. Pleased to have you on my plate!" singt Grace Jones in ihrem neuen Song Corporate Cannibal, nach fast 20 Jahren erscheint im Herbst nun ein neues Grace Jones Album. 20 Jahre sind eine lange Zeit um sich neu erklären zu müssen. "Corporate Cannibal" lässt sich als Protestsong wie auch als Erlebnisbericht der Sängerin selbst lesen. Die Ketten der Plattenfirma im Kleinen, der Menschenmissbrauch unter dem Deckmantel der Globalisierung im Großen. Die Ich-Perspektive bringt Düsternis. Ein Song bei dem man sich in digitale Gassen katapuliert sieht und lieber zweimal über die eigene Schulter schaut. "I'll consume my consumers with no sense of humour!"
 
 
 
Mogwai "The Sun Smells Too Loud"
  Gitarren die klingen wie Keyboards! Oder umgekehrt. Ohne gesungene Worte natürlich, nur soviel zum Anhalten: "The Sun Smells Too Loud" ist nur ein vielversprechender Vorbote vom neuen Mogwai Album "The Hawk Is Howling" das Mitte September erscheinen wird. Etwas zum Fallenlassen und im Takt Gedanken fassen.
 
 
 
1990s "Switch"
  Die GuteLaune-Meister aus Glasgow. Auf ihrem Debütalbum namens "Cookies" finden sich zahlreiche Trashromane-Titel in Pop-Songs verpackt: "You're supposed to be my friend" zum Beispiel oder "Enjoying Myself". Mein Favorit in emotionaler Anbetracht langer To-Do-Listen ist allerdings SWITCH! 1990s-Sänger John McKeown singt mit seiner überzeugenden leicht hysterischen Stimme "is there a switch for that?" und später setzt dann natürlich die Feierabend-Zeile schlechthin ein: "I'm tired of listening while you're bitching up!" Falls jemand den richtigen Schalter nicht findet, empfehlen 1990s "jump in the ocean". Viermal Ooh la la la am Ende nicht vergessen! Bevor die Lichter ausgehen: Hier kann man sich "Switch" runterladen.
 
 
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