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Wien | 3.4.2001 | 09:56 
Cinema paradiso: Mein Leben in der Großstadt zwischen bewegten Bildern, sprechendem Papier, lauten Menschen, virtuellem Dorf und Cocktailstunde.

Sonja, Fuchs

 
 
There's a new man in town: RAY
  Seit wenigen Tagen ist das neue österreichische Kinomagazin Ray erhältlich. "Monatlich informiert Ray auf 100 Seiten über Filme und ihre Stars", heißt es im ersten Editorial. Was unterscheidet Ray somit von den vielen anderen Filmmagazinen? So heißt es weiter: "Ray versteht sich als "wilde Mischung", die das vielfältige Kinogeschehen in Österreich spiegelt." Und weil Kino mittlerweile nicht mehr nur Lichtspieltheater und zurück bedeutet, dreht sich in Ray alles um multimediale Unterhaltung, von der DVD bis zu Net-Tipps, alles da.
Die Macher von Ray sind in der österreichischen Filmszene keine Unbekannten: Chefredakteur Andreas Ungerböck ist seit vielen Jahren als Österreich-Korrespondent für internationale Filmmagazine im Einsatz, er betreut Jahr für Jahr das Pressebüro der Viennale und ist der Herausgeber des Österreichischen Kinohandbuchs.
Maya McKechneay ist lange Zeit als Filmkritikerin für diverse Printmagazine tätig gewesen, z.B. für die Wiener Stadtzeitung Falter.
Und Bernhard Seiter schreibt neben Filmkritiken auch Drehbücher und ist Lektor bei PVS Verleger, dem Verlag, bei dem Ray ab nun erscheint.

Für die erste Ausgabe von Ray hat sich das Team Steven Soderberghs "Traffic" zum Thema gemacht, inklusive Interviews mit dem Regisseur und einem der Hauptdarsteller Benicio Del Toro.
 
 
 
Ein Gang in die Zeitschriftenhandlung und man findet außer RAY:
  Das Größte: CINEMA

Das Hamburger Magazin Cinema gilt als eines der renommiertesten im deutschsprachigen Raum. Cover und Aufmacherstories orientieren sich an amerikanischen Blockbustern. Cinema ist mit den Stars des Filmbusiness auf du und du, bietet regelmäßig Exklusivinterviews und viele, viele Fotos. Im Kritikenteil werden alle Filmstarts des Monats berücksichtigt. Seit ein paar Jahren legt die Redaktion auch großen Wert auf multimediale Berichterstattung: Video, VHS, DVD, Soundtracks, Platten, Bücher und PC-Spiele werden vorgestellt und die letzten Seiten gehören der Fanartikel-Tauschbörse.
cinema.de

 
 
  Das Musikverliebteste: Uncut

Uncut versteht sich als Magazin für Kino und Popmusik. So findet man neben einer beigelegten -- übrigens hervorragenden - Musik-CD und pophistorischen Aritkeln über Johnny Cash, Lee Scratch Perry oder David Bowie auch viel Kino. Zwischen den cineastischen Eckpfeilern Sam Peckinpah, Stanley Kubrick und John Waters werden die aktuellen britischen Film, Video und DVD Releases besprochen. Daneben gibt's auch noch große Reportagestrecken über vergessene 70er Jahre Kino-Perlen zu lesen, das Martial Arts-Genre oder eine Art "The making Of" von der Pate. Pluspunkt: Der typische britische Magazin-Stil. Trocken, witzig und popkulturell geprägt.
uncut.co.uk

 
 
  Der Hollywood-Reporter: Premiere

Das wichtigste amerikanische Filmmagazin ist Premiere. Bei uns leider immer nur mit Verspätung im Handel. Themenübergreifende Features, textorientierte Hintergrundberichte, wenige Fotos. Derzeitige und zukünftige Hollywood-Stars am Cover. Brancheninsider wie Drehbuchautoren, Regisseure usw. schreiben über Kollegen.
premiere.com

 
 
  Die intellektuelle Ostküste: Film Comment

Smart about Movies lautet der Untertitel dieses New Yorker Magazins, das von der Film Society of Lincoln Center publiziert wird. Beschäftigt sich als eines der wenigen amerikanischen Filmpostillen mit dem europäischen und asiatischen Kino. Fundierte, textintensive Artikel, nicht nur über aktuelles Filmschaffen, sondern z.Bsp. auch Features über italienischen Neo-Realismus. Und in der Rubrik "Vienna Journal" kann man schon mal einen Bericht über die Auswirkungen der Budgetkürzungen auf das österreichische Filmschaffen lesen - geschrieben vom Kurator, Filmkritiker und ehemaligen Viennale-Direktor Alexander Horwath.
filmlinc.com

 
 
  Die künstlerisch Anspruchsvollen: Schnitt

Mit einer Auflage von 11.000 Exemplaren ist das Bochumer Magazin Schnitt dem Underground zuzurechnen. Schnitt erscheint viermal jährlich und richtet sich an den sehr kulturinteressierten Kinobesucher. Pro Ausgabe gibt es mehrere Abhandlungen zu einem Thema, wie etwa "Appropriating Cinema". Nicht alle Filmstarts werden in den Kurzbesprechungen berücksichtigt, das Hauptaugenmerk liegt weit ab vom Mainstream.
 
 
 
  Gediegen: epd-Film

Die Zeitschrift des Evangelischen Pressedienstes ist nicht ganz so kunstverliebt wie das Schnitt, erscheint monatlich und bespricht auch mal weniger anspruchsvolle Komödien. Orientiert sich in den Features aber nicht am Mainstream und schrieb schon vor einem Jahr über Steven Soderberghs Wandlung vom Wunderkind zum Mainstream-Regisseur. Festival-Specials runden die ausgewogene, aber ein bißchen zu brave Berichterstattung ab.
epd.de

 
 
  Der Nachwuchs: Celluloid

Ganz überraschend und ohne große Vorankündigung schaffte sich das österreichische Magazin Celluloid vor etwa einem Jahr einen Platz am Kiosk. In strengem Schwarz-Weiß gehalten erscheint Celluloid viermal pro Jahr und wird herausgegeben vom Verein zur Förderung des österreichischen und europäischen Film. Arthaus-Filme stehen im Mittelpunkt, österreichische Festivals wie Diagonale und Viennale werden besonders berücksichtigt.
celluloid.at

 
 
"RAY - der schönste Name, seit es Populärkultur gibt."
  Heute in Connected zu Gast: Andreas Ungerböck und Maya McKechneay. AB 14 Uhr auf FM4.
 
 
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