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Wien | 3.2.2007 | 19:01 
Flaschendrehen und Tischerlrücken, Schmerzenhören und Seelebrennen, garniert mit einem Hauch von Zimt.

Fuchs, Pfister

 
 
So,
  da wär ich also wieder.
2 Monate Südostasien während des heimischen Pseudowinters, ich bin schon sehr dankbar, ob dieser Dinge die mir mein Leben ermöglicht.

Und als der Byebye Bangkok Day immer näher rückte habe ich mich sogar einwenig auf "zuhause" gefreut.

Gefreut auf Schwarzbrot mit Hartkäse, "ZuuugFeeeadAaaab" in der Wiener U-Bahn und gegen Ende sogar ein wenig auf Fm4 Homepage-Diskussionen ob etwa Pearl Jam jetzt "rockistisch" sind, oder nicht.

Ich muss zwar ehrlich gestehen, dass die Bedeutung des Wortes "rockistisch" jetzt weder bei mir noch in den meisten Clubs in Thailand wahnsinnig viel Rolle spielen würde, aber darauf wollte ich grade gar nicht hinaus.

Bleiben wir kurz noch ein wenig beim Thema Dankbarkeit.
 
 
  Generell ist es woanders ja auf den zweiten Blick nicht immer unbedingt besser, zuerst aber zumindest mal anders.

Und trotzdem dürfte der Mensch eine genetische Tendenz haben, das andere immer auf Verdacht besser zu finden.

Sprich so sehnsüchtig auf den drüberen grünen Rasen zu blicken, dass man nicht bemerkt, selbst auf einer Blumenwiese zu stehen.

Sprich in Wien den augeflipptesten Nahrungs-Exotismus zu betreiben um dann im kulinarischen Paradies von Thailand von saurer Wurscht zu träumen.

Andererseits tut es schon gut die Perspektiven zu wechseln, sich der eigenen Mechanismen bewusst zu werden.

Den Wunsch nach Abwechslung, den Motor der eigenen Unzufriedenheit zu entlarven.

Weil super schmeckt natürlich ein grünes Thai Curry UND eine Leberkäs-Semmel.

Nur war das Brot mit Emmentaler heute eben besonders gut.

Auch das Essen ist eben relativ.
Danke, lieber Supermarkt.

 
 
  3 Shortcuts aus meinen schönsten Ferienerlebnissen vielleicht noch (abgesehen mal davon, dass es eh sehr schön und auch sehr heiß war):

Der übermächtige Wunsch der Menschen nach Selbstveränderung fiel mir vor allem in Thailand bei einem lustigen Detail auf.

Während hierzulande Millionen damit verdient werden käsegesichtigen Bürohengsten ein bisschen Teint auf den Körper zu toasten, geht der/die modische ThailänderIn den umgekehrten Weg.
Dort verkaufen die gleichen Kosmetik Riesen die uns die Scheine mit Bräunungs Zaubermitteln aller Art aus den Taschen ziehen ähnliche Produkte, allerdings zur Hautaufhellung.

Grob gilt: je blasser je besser, heimische Indiewuckel könnten in sich in Bangkok in einem Meer der Bewunderung baden.
Weil ich aber lieber im Golf von Thailand schwimme, bin ich jetzt trotzdem ein bissl braun, macht ja nix.

 
 
  Gut gefallen hat mir auch der dortige Umgang mit Musik. Da spielt der DJ im HipHop Club schon mal Johnny Cash auf Goa auf Oasis auf House auf Chili Peppers auf Bob Marley.

Grob gilt: was gefällt ist gut.

Macht ganz ehrlich eigentlich auch nix.

Ihr seht schon: Wie oben kurz angerissen konnte ich die Frage, was genau jetzt "rockistisch" ist auch in diesen beiden Monaten nicht zufriedenstellend klären.
 
 
 
  Zum Desert vielleicht noch ein kleines Stereotyp:

Manfred Deix meinte mal, wenn er auf einem fremden Flughafen den Check In Schalter Richtung Wien sucht, geht er einfach den Gruppen mit dem -hüstel- "auffälligsten" Verhalten und Aussehen nach.

Hört sich vielleicht ein wenig verallgemeinernd an, hat aber gestern in Bangkok hervorragend funktioniert.

 
 
  Na jedenfalls freue ich mich jetzt mal wieder unter Euch zu sein, eine neue Regierung haben wir offenbar auch, ich hoffe es ist Euch in den beiden vergangenen Monaten halbwegs gut ergangen.
Vielleicht gleich ein kleines Voting zum warm werden:
 
fm4 poll
In der Sonne braten ist:
Gut für das Aussehen und die Seele
Gesundheitsschädlich
Zeitverschwendung
Das ulitmativste Indiewuckel Tabu nach Beachvolleyball
 
 
Das ist der aktuelle Stand bei 450 Stimmen:
Gut 48% (214)
Schädlich 14% (64)
Sinnlos 22% (100)
Böse 16% (72)
   
 
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