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Wien | 21.2.2007 | 14:58 
Flaschendrehen und Tischerlrücken, Schmerzenhören und Seelebrennen, garniert mit einem Hauch von Zimt.

Fuchs, Pfister

 
 
Alles hat ein Ende,
  sogar der Eurofighter Untersuchungsausschuss und wenn man ehrlich ist auch die Wurscht.
Kein Ende hat angeblich lediglich das Universum, das ist aber etwa ähnlich gut vorstellbar wie eine Fusion der Einstürzenden Neubauten mit Virginia Jetzt.
Und ein wenig tröstlich ist die Vorstellung der Endlichkeit aller Dinge ja auch, sagt man.
 
 
 
  Das Ende der sogenannten "Supergroup" Audioslave kam für viele Fans letztes Wochenende aber doch einigermaßen überraschend.
Verlautbart wurde die Entscheidung Chris Cornells Ende letzter Woche. Dass ich erst heute davon berichte liegt an einer mehrtätigen CouchPotatoe-Einheit meets Funkhausabstinenz.

Chris Cornell, Stimme einer Generation wie er selbst mit breiter Brust verkündet, hat in der Tat als Sänger der legendären Soundgarden Rockgeschichte geschrieben.
2001 schloss sich Cornell Tom Morello und anderen verbliebenen Mitgliedern der aufgelösten Politrock-Kapelle Rage Against The Machine an.
Audioslave war geboren.

 
 
  Von Anfang an hatte es der Hybrid aus zwei konträren Welten nicht unbedingt leicht.
Die Rage Fans vermissten Cornells Vorgänger Zach de la Rocha, konnten dem melancholischen GrungeRocker Cornell die Rolle des neuen Frontman nie öffnen.
Einstige Soundgarden Liebhaber hatten wiederum mit dem egomanischen Gitarrengewitter Tom Morello so ihre Probleme.

Schließlich wuchs aber durch eine neue Generation an Rockfans, dem wirtschaftlichen Erfolg und der Gewohnheit zusammen was am Papier längst verheiratet war.

Als ich vor knapp zwei Jahren Chris Cornell am Rande des NovaRock Festivals interviewen durfte, hatte man beinahe den Eindruck, als wären die Sollbruchstellen von Audioslave Geschichte.
 
 
 
  Das zweite Album "Out Of Exile" war eben erst am Start und mit der Single "Be Yourself" hinterließen Audioslave ihren bleibendsten Eindruck auch außerhalb des Härtlings-Territorium.

Vor nicht mal einem Jahr erschien schließlich das dritte und nun vermutlich letzte Album dieser Besetzung, "Revelations".
Die Reaktionen von Kritikern und Fans waren nicht unbedingt enthusiasmiert aber doch zumindest voll anerkennenden Wohlwollens.

Umso überraschender erreichte mich nun folgende Mitteilung auf Chris Cornells myspace Blog am Wochenende:

Additionally Cornell is permanently departing super-group Audioslave stating, "Due to irresolvable personality conflicts as well as musical differences, I am permanently leaving the band Audioslave. I wish the other three members nothing but the best in all of their future endeavors.

 
 
  Es gibt bereits massive Gerüchte über eine Reunion der verbliebenen Audioslaves mit Ex-Sänger Zach de la Rocha.
Auch nicht so schlecht.
Chris Cornells Soloalbum "Carry On" erscheint übrigens am 1. Mai auf Interscope.
 
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  www.myspace.com/chriscornell
   
 
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