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Wien | 24.7.2007 | 15:29 
Flaschendrehen und Tischerlrücken, Schmerzenhören und Seelebrennen, garniert mit einem Hauch von Zimt.

Fuchs, Pfister

 
 
And we come together fine ...
  Die meisten Menschen haben die eine oder andere Obsession, die das Umfeld ein wenig nervt. Manche müssen in jeder Autobahnraststätte mindestens ein Kaffehäferl mitnehmen, andere wöchentlich einen Steven Seagal-Film sehen und wieder andere pünktlich am 1. Jänner das Neujahrskonzert, obwohl sie mit klassischer Musik kaum was anfangen können.

Außerdem unterscheiden wir grob zwischen temporärer Besessenheit (so habe ich etwa vor einem Jahr 50% meiner Freizeit mit Online Poker verbracht) und chronischem Irrsinn.

Dieser heißt in meinem Fall mit Namen Guns'n'Roses und hat mir in den letzten 15 Jahren nicht nur Zustimmung beschert. Als ich etwa Ende des letzten Jahrtausends zu FM4 gestoßen bin, war die Deklaration als GnR Fan so ziemlich das letzte, das man preisgeben wollte.
So habe ich diese verquere Leidenschaft also anfänglich für mich behalten, Hausübungen in der Hamburger Schule gemacht und den Schweinsrocker im Indieanorak gespielt.
Aber ein Schweindl mit Streifen ist halt trotzdem kein Tiger.
 
 
  Umso bizarrer war für mich der Umstand, dass Jahre später - am Höhepunkt der "so uncool das schon wieder cool" Verwirrung - es plötzlich angesagt war in alten GnR Fetzen herumzulaufen. Nun gut, das ist dann ein wenig später (so wie eigentlich eh alles) auch wieder vorbei gegangen.

Der endgültige Tiefpunkt war dann aber wohl der niederschmetternde Auftritt Axl's GnR Coverband letztes Jahr am Nova Rock.
Urplötzlich fand ich mich ich einer Reihe mit den GnR "Haters" wieder und musste mir dafür von diversen Neofans einiges anhören.
Und, Ihr habt es erraten, auch das ist vorbei gegangen.

Seitdem ist "Chinese Democracy" allerdings ebensowenig erschienen wie meine Affenliebe zu dieser streitbaren Band verschwunden.

 
 
  Nun möchte ich Euch als vorerst letztes Kapitel dieser eingenartigen Saga eine Info nicht vorenthalten, auf die ich soeben auf der Gitarrenseite meines Vertrauens gestoßen bin:
 
 
 
"Guns'n'Roses to reform. Without Axl".
  Zum Anlass des 20-jährigen Jubiläums der wichtigsten GnR Platte "Appetite For Destruction" soll die Original Besetzung der Gunners am 28. Juli einen Gig im "Key Club" in Los Angeles spielen. Das behauptet zumindest Original Drummer Steven Adler, der ja Anfang der 90er wegen seiner Drogenprobleme aus der Band geschmissen wurde.

Adler: " I'll be down there with my band and Slash, Izzy [Stradlin, guitarist], and Duff [McKagan, bass] will be there too. It's gonna be great."

Laut Adler sei es zwar unwahrscheinlich, dass Axl mit von der Partie sei, eine künftige Komplett-Reunion hält er aber trotzdem nicht für ausgeschlossen:
"Axl and I spoke to each other in Las Vegas recently, and I know there's a chance. It's just too big. Whatever the Stones make when they play, we'd triple it. It'd be ridiculous not to do it. He can't be that goofy."



 
 

And the streets don't change
But baby the name
I ain't got time for the game
 
 
 
  So das wäre für einen durchschnittlichen Dienstag schon mal eine schöne Portion zum Aufessen und Verdauen.
Mal sehen, ob es nächstes Jahr am Nova Rock nicht wieder ein paar feine Anlässe zum Streiten gibt.
 
fm4 poll
Also ich finde das,
super
zu rockistisch
fad, ich warte auf die ArcitcMonkeys Reunion 2027
 
 
Das ist der aktuelle Stand bei 319 Stimmen:
super 63% (200)
zu rockistisch 9% (28)
fad 29% (91)
   
 
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