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Wien | 4.8.2008 | 15:03 
Über Facetten elektronischer Musik von Marseille bis Paris und New York bis Tokyo.

Burstup, Enes

 
 
Take your chances
  Ich kann mich noch erinnern, als DJ- und Houselegende Eric Rug aus Paris mir Ende der neunziger Jahre von der neuseeländischen Musikszene erzählt hat. Kleine feine Radiostationen, nette Clubs und eine zufriedene Partymeute. Er verbrachte dort einige Zeit, um sich neue Energie zu holen und neue Einflüsse nach Europa mitzunehmen. Energie, die dort tatsächlich im großen Ausmaß zu existieren scheint. Vor allem hat es die dortige Reggaeszene geschafft, in den letzten Jahren die internationale Musikszene aufzuwirbeln. Es begann alles vor zehn Jahren.
 
 
  Die achtköpfige Band The Black Seeds entwickelte sich in dieser zeit zu einem der wichtigsten Musikexporte aus dem Pazifikraum. Mit ihrem ersten Album "Keep on pushin" erlangte die Band um Sänger und Komponist Barnaby Weir Goldstatus in ihrer Heimat. Kritiker und Fans feierten die neue Entdeckung. 2004 dann der nächste Schritt mit "On the Sun". Das Album erreichte Doppelplatinstatus. The Black Seeds avancierten zu Neuseelands Top Band. Der endgültige Durchbruch gelang mit dem auf Sonarkollektiv/Best Seven veröffentlichten Album "Into the Dojo". Zahlreiche Einladungen zu Festivals ließen die Band eine große Fangemeinde in Europa aufbauen. Mit dem neuen Album "Solid Ground" feiert man nun das zehnjährige Bestehen. Und für viele ist es auch ihre bestes Album geworden.

 
 
  Barnaby Weir beschreibt das Entstehen von Solid Ground so: The Black Seeds sind als Musiker und im Zusammenhalt einfach tighter geworden. In den vergangenen zehn Jahren haben wir ein solides Fundament gelegt, auf dem wir auch neue Sachen und Stilrichtungen ausprobieren können, ohne den Sound der Band zu verlieren. Jeder ist in seinem individuellen Bereich besser geworden. Aus unserer gemeinsamen Erfahrung heraus, haben wir einige tolle Songs geschrieben.

 
 
  Es ist ein zeitloses Album geworden. Melodiös und ungemein rhythmisch. Von der Reggae Ballade bis zum Partymonster ist alles vertreten, dem Roots Style immer verpflichtet. Vor allem bei den Bläsern und den Drum-Arranegements sind auch andere musikalische Einflüsse spürbar, wie Afrobeat oder auch Soul. Und dennoch einigt man sich bei jedem Song auf ihren eigenen Sound. Dem Black Seeds Sound. In den Texten stecken persönliche Erlebnisse und Gefühle. Und sind die die Texte auch manchmal schwermütig, so erhält man nie den Eindruck, dass es nicht doch für alles ein Lösung gibt. Die Melodien und der Rhythmus treiben dich sanft nach vorne und zaubern dir ein Lächeln ins Gesicht.

 
 
  Ihre ausgedehnte Europatournee mit Auftritten auf Festivals wie dem Roskilde, Summer Jam & Splash Festivals oder dem Lovebox Weekender neigt sich mittlerweile dem Ende zu. Ihre CD mit meinen persönlichen Höhepunkten wie dem hinreißenden "Take your chances", dem genialen Afrofunk bei "Afrophone" oder dem melancholischen "Bulletproof" bleibt. Für immer!

 
 
The Black Seeds - Solid Ground
  erscheint auf Sonarkolletiv/Best seven
 
fm4 links
  www.theblackseeds.com
   
 
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