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Österreich | 26.10.2008 | 05:47 
Soundpark. Your Place for Homegrown Music.

 
 
Some homegrown music recommandations
  Labelbetreiber, Musikjournalisten, Bookingagenten, Clubveranstalter oder Platten-Produzenten - all diese Menschen beschäftigen sich in ihrem beruflichen und privaten Alltag intensiv mit der Materie Musik.
Anlässlich des FM4 Soundpark-Geburtstags haben wir einige dieser stets suchenden, umtriebigen heimischen Menschen befragt, welche Musik aus dem Lande mit dem A sie denn in letzter Zeit besonders beeindruckt hat. Hier kommen die Empfehlungen.
 
 
Hannes Tschürtz
  Musikagenturchef (ink) und Labelbetreiber (Schoenwetter) und mehr

"Unter den Veröffentlichungen, die mir aus dem letzten Jahr in Erinnerung bleiben werden, befinden sich unter anderem das Album von Marilies Jagsch, das mich sehr beeindruckt hat und Francis International Airport - das ist neben unseren eigenen Releases auch stark haften geblieben. Ansonsten gefällt mir auch 1981 sehr gut - das ist zufällig auch das Siegerprojekt aus dem diesjährigen Soundpark sucht Band-Wettbewerb."
 
 
 
Sophia Hoffmann
  DJ und Clubveranstalterin (Less Talk More Rock)

Eine Band, die mich in letzer Zeit vor allem live sehr überrascht hat, sind Fiago aus Graz. Ich habe sie im Rahmen des Spring Aight Festivals gesehen. Die Live-Show war einfach super, sehr dynamisch, sehr tanzbar, beatlastig und frisch. Fiago verwenden auch gerne ausgefallene Instrumente - eine elektronische Harfe zum Beispiel. Sie haben eine EP mit dem Titel "My TV" rausgebracht und die kann ich nur weiter empfehlen. Gute Tanzmusik aus Österreich!
 
 
 
Thomas Weber
  Herausgeber von the gap

Ich empfehle "Sudoku", das Album von Tiefseetaucher. Ein sehr schlau eingefädelter Projektname übrigens - man könnte nämlich denken, dass es sich dabei nur um eine Person handelt, es könnten aber auch mehrere sein. Das ist insofern gar nicht unsymptomatisch für Musik aus Österreich, weil es eigentlich ein erweitertes Ein-Mann-Projekt ist um Rainer Schöngruber, ein gebürtiger Oberösterreicher in Wien, der allein und immer wieder mit eingeladenen Freunden seit vielen Jahren Musik macht. Im Frühjahr ist "Sudoku" erschienen, ein Album mit angenehm zeitlosen Songs. Ich finde es ist ein sehr spannende Platte, weil sie sehr unberechnend ist. Man hat das Gefühl, da geht's jemandem nur um muskalischen Audsruck, da will jemand gar nicht erst Geld verdienen - was in Österreich ohnehin nicht einfach ist und mit der Musik von Tiefseetaucher wohl noch schwieriger wäre.
 
 
 
Susi Ondrusova
  Musikjournalistin FM4

Ich habe lang überlegt, welche Band-Empfehlung ich hier aussprechen sollte und habe mich dann für die Linzer Band Valina entschieden. Letzten Frühling ist ihr aktueller Longplayer "A tempo! A tempo!" auf Trost Records erschienen. Ich mag diese Gitarren, ich mag das exakte Schlagzeug und die teilweise sehr unvorhersehbaren, absolut erfrischenden Tempo-Wechsel. Ich mag diese etwas schräge Stimme und ich mag, dass Valina den amerikanischen Hardcore quasi in die Jetztzeit übersetzt. Und dann gibt es noch den sentimentalen Grund: Mit Valina habe ich eines meiner ersten Interviews für den FM4 Soundpark geführt, und ich bin heute noch froh über eine Band, deren DIY-technische-Methoden und Ansätze ich voll unterschreiben und unterstützen kann. Ich mag die Politik dieser Band: Nämlich nicht jammern, sich nicht um irgendeinen imaginären rockistischen Thron batteln, sondern einfach sein eigenes Level, seine eigene internationale Bühne finden und laut sein. Ich sage danke für dieses Album.
 
 
 
Karl Fluch
  Musikkritiker Der Standard

Ich habe mir die Band Bell Etage ausgesucht - eine Wiener Kombo, vier Mann und eine Frau hoch, die bei Pumpkin Records, einem steirischen Spezialistenlabel, veröffentlicht. Der Grund warum mir die Band gefällt: Eigentlich grasen Bell Etage auf einer Weide, die leidlich abgejausnet ist, nämlich auf klassisch US-amerikanischem Indie Rock. Aber sie schaffen es als Österreicher, vor allem durch den tollen Gesang von Ernst Tiefenthaler, das höchst eigenständig zu gestalten. Und zwar sogar so, dass ich wage zu behaupten: Wenn die fünf in Portland, Oregon, in Seattle oder sonstwo zuhause wären, wären sie in den USA und dann wohl auch bei uns längst große Namen. Ihr Album "We carried the sunlight down to the day" ist vor allem auch deshalb gut, weil es über die ganze Albumlänge hinweg starke Songs hat und nicht auslässt.
 
 
 
Hans Platzgumer
  Musiker, Komponist, Produzent, Schriftsteller

Von den Sachen, die in Österreich in letzter Zeit produziert wurden, finde ich Bulbul empfehlenswert und immer gut. Sie haben auch gerade ihre neue Platte "Bulbul 6" veröffentlicht. Was Bulbul machen ist sehr speziell und unkonform und so etwas finde ich richtig unterstützenswert und zukunftsweisend und geil.
 
 
 
Und ihr?
  Und was sind eure Empfehlungen?
Nennt uns Bands, die euch aufgefallen sind, die euch gefallen haben, überrascht haben:
 
 
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