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  Österreich |  24.9.2007 | 15:55 
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Prime Cuts: Across The Towers
  von Johanna Jaufer

Die wichtigsten Utensilien für eine schweißtreibende Nacht in der Disco: ein schrilles Kostüm, die passende Musiktapete und eine Stimmungslage irgendwo zwischen manisch und panisch.
TNT Jackson haben in dieser Hinsicht schon vor zwei Jahren ausgesorgt. Ihr Debüt Lovers war ein charmanter Knicks vor unterkühlter Eighties-Romantik, die keine Angst hat, sich beim Tanzen Schweißflecken zu holen. Der Zweitling "Across The Towers" schlägt jetzt in eine ähnliche Kerbe.
 
 
 
  Immer noch inszenieren sich T, N und T gerne als Leitfibel in Sachen Boygroupästhetik - zum Glück aber ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ausgelassen wird das Kapitel "Fernsteuerung": Das meiste machen die drei nämlich immer noch selbst - von der Produktion bis zum Schneidern der Bühnenoutfits.
Eigentlich kennt man die Band ja als Träger von schwarzen Arbeitsanzügen. Heute gibt man sich allerdings weniger artifiziell: Die neue Regenbogenmontur ist eine Referenz an den Titel des Albums, "Across The Towers" der Name einer Science Fiction Story. Die ist auf einem verstaubten Dachboden aufgetaucht und hat alle Teile von TNT Jackson angesprochen - auch optisch. Der Rest ist Geschichte:

 
 
In altbewährter DIY Manier hat N (Mitte) für die neuen Outfits selbst Hand angelegt.
T: "Seine Badewanne hat nach der Färberei fürchterlich ausgeschaut."
 
 
Rückzug
  Für die Aufnahmen zu "Across The Towers" hat die Band in der burgenländischen Cselleymühle überwintert.

Es gibt dort einfach nichts anderes außer die Synthesizer und die Gitarre. (T)

Es war ein Winteralbum: Es war kalt draußen, man hat einfach nicht wirklich Lust gehabt, die Verstärker auf elf aufzudrehen. (T, der andere)

Alleine mit Brüderchen Frost hat man sich auf eine sanftere Herangehensweise geeinigt. Das Ergebnis: gelassene, dahinprasselnde Vocals und zurückhaltendere Synthesizer als auf "Lovers". Angenehm auch, dass Beats nach wie vor nicht millimetergenau festgezurrt werden müssen. Das lässt mehr Raum für Atmosphäre, Begierde und Verlangen dürfen mitunter in mehr als drei Minuten abgehandelt werden, sphärische Fades inclusive.

Und noch eines hat die Abgelegenheit mit sich gebracht: Es haben kaum Gäste vorbeigeschaut in der Mühle. Eine Stimmspende ist letztlich aber doch zu Stande gekommen: Art Brut Frontmann Eddie Argos darf auf "Pushit" zetern.

 Es war einmal... "Tanz den Overall"

 
audio
 
title: Prime Cuts: Across The Towers
artist: TNT Jackson
length: 0:40
MP3 (644KB) | WMA
   
 
 
Rollenwechsel
  Die neu eroberte Besonnenheit steht in keinem Gegensatz zu einer Vorgabe: "Across The Towers" sollte als stringente Überlegung geboren werden. Quasi die musikalische Perfektion des in sich stimmigen optischen Konzepts.
Immer noch darf dabei jeder alles: Im Studio wie auf der Bühne praktizieren T, N und T gerne fliegende Rollenwechsel.
Wie durch das Spiel mit den Namen und den Märchen zur Bandgründung wird damit eines sichergestellt: Man begegnet einander auf Augenhöhe, und tritt nach außen hin geeint auf - als erwachsene Boygroup sozusagen.

 "Die haben's echt drauf!"
 
 
Revue
  Nicht verpassen: "TNT Jackson" on Stage. Auf den elektrisierenden Liveshows des Trios durfte man in der Vergangenheit mit Tiermasken, Instant-Choreographie und jeder Menge Wahnwitz rechnen.

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