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Wien | 1.10.2008 | 18:19 
Netz vs. Musik, Digital vs. Analog, Breaks & Beats vs. Rhymes, Rap vs. Regierung, Me vs. the World.

HansWu, Reiser, Andreas

 
 
Small Screen Stories: Animiert
  Es ist lustig: In Kinofilmen hat sich der übermäßige Einsatz von CGI sehr schnell abgenützt und sorgt in den späten 00er Jahren nur noch für Langeweile. Ins Genre des verkaufsanregenden Tonkurzfilms a.k.a. der Musikvideos hat dieser Trend zum Glück aber nie großflächig Einzug gehalten. Im Gegenteil sind die meisten in irgendeiner Weise animierten Videos sogar tendenziell interessanter ausgefallen als ihre rein gefilmten Counterparts. Auch die Mischung von 'real' und 'Trick', mir zum ersten Mal im Norwegen der 80er Jahre untergekommen, bringt immer wieder gute Resultate hervor. Aktuelles Beispiel: Die neue Single von Common, wo musikalisch und textlich dem großen Biggie Smalls gehuldigt wird, visuell aber eindeutig das grantige italienische Zeichentrickmännchen aus La Linea Pate stand.
 
 
 
 

(Bonus Beat: Ein Preview auf das elektronisch verstärkte Video zur elektronisch verstärkten Flipside Universal Mind Control)
 
 
 
  Der französische Produzent Etienne de Crecy hat mit Bruder Geoffroy einen 3D-Animator in der Familie. Kein Wunder also, dass er diesen seine mehrheitlich instrumentalen Tracks immer wieder mit kurzen zivilisationskritischen Episoden aus dem Leben zweier wiederkehrender Männchen verzieren ließ. In 'Tempovision' wird einer der beiden zum Beispiel durch ein paar unbedachte Hand- und Tanzbewegungen zum Guru der Wall Street, nur um die Kurse kurz darauf komplett abstürzen zu lassen. Leider ziemlich aktuell.
 
 
 
 

(Bonus Beats: Dieselben Helden im Fastfood-Laden und auf der Strasse. Plus: Alex Gopher, seines Zeichens Schul-, Band- und Labelkollege von sowohl Crecy als auch den beiden von Air, und seine wundervoll buchstabengewordene Weltmetropole.)
 
 
 
  Apropos Frankreich: Der grandios psychedelische 1973er Animationsfilm La Planete Sauvage (alias The Fantastic Planet) von Rene Laloux hat wohl bei vielen Menschen bleibenden Eindruck hinterlassen. Besonders aber scheinbar beim kalifornischen Beatbastler Madlib. Nicht nur graphisch wirkt sein Charakter Quasimoto wie vom wilden Planeten, für den Song 'Come On Feet' wurde außerdem die Filmmusik von Alain Goraguer 'geborgt'.
 
 
 
 

(Bonus Beats aus der Stones Throw Familie: Dilla und die melancholischen Quallen sowie Doom in einer grauen Welt.)
 
 
 
  Auch die isländische Ausnahmesängerin Björk hat sich nie gescheut, neueste Technologie zumindest verfremdend in ihre Videoclips einzubauen. Und bei ihr kommen da eigentlich ohne Ausnahme wirklich bemerkenswerte Gesamtkunstwerke heraus. Für mich bis heute beeindruckend ist zum Beispiel, wie Michel Gondry die "emotional landscapes" von 'Joga' in Szene setzte.
 
 
 
 

(Bonus Beats Eins, Zwei & Drei.)
 
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