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Wien | 3.10.2008 | 13:30 
Netz vs. Musik, Digital vs. Analog, Breaks & Beats vs. Rhymes, Rap vs. Regierung, Me vs. the World.

HansWu, Reiser, Andreas

 
 
Die Zukunft des HipHop
  All die nostalgisch Verblendeten, die euch immer wieder erzählen wollen, mit HipHop wäre es in den letzten Jahren steil bergab gegangen - glaubt ihnen kein Wort! Natürlich modern an der Oberfläche weiterhin pathetische (in der deutschsprachigen Ausformung vor allem pathetic) Gangsta-Klischees vor sich hin und auch das Ideal vom sich der Industrie verweigernden Underground-Helden hat in den ausgehenden 00er Jahren etwas an Strahlkraft eingebüßt (regelbestätigende Ausnahmen inklusive). Aber bei den Beats brodelt es dafür enorm...
 
 
  Das Timing mag Zufall sein, aber was schon in den Jahren zuvor bei Herrschaften wie Prefuse73 und Dabrye begonnen hatte, verwandelte sich kurz nach dem Tod des großen J Dilla in eine solidarisch anmutende Bewegung. Von Kalifornien ostwärts bis Japan hört man stotternde Drums und nicht von diesem Sonnensystem scheinende Sounds aus den unzähligen Heimstudios schallen. Größere Namen wie Flying Lotus dürften aus den einschlägigen Pop-Heften mittlerweile ein Begriff sein, wenn man aber offenen Auges durch entsprechend ausgerichtete Audio-Blogs wandelt (und diese sind nunmal Informationsquelle Nummer eins, nicht nur für diese Nische), stolpert man zumindest im Wochenrhythmus über interessante Polyrhythmiker und Keyboard-Freaks.

 
 
  Ein paar Beispiele gefällig? Bapt (Paris), Hudson Mohawke (Glasgow), DJ Mitsu (Sendai), Pure P (Stockholm), Samiyam (Los Angeles), Cinnaman (Amsterdam)... Letzterer hat gemeinsam mit Jay Scarlett aus München 2007 die Compilation Beat Dimensions veröffentlicht, die einige dieser Artists versammelt. Mangels eines Namens für das aufstrebende Subgenre (manche Leute bringen 'Fantasy Metal' ins Spiel, aber ich bin mir da nicht sicher...) wird auch manchmal einfach der der Titel der Compilation zur Definition des neuen Sounds herangezogen.

 
 
  Auch ein paar Österreicher sind in den internationalen Zirkeln angesehen: Der Microkorg-Virtuose Dorian Concept etwa, Beatfabrik Brenk oder DJ Buzz von den Waxolutionists. Und die DJ/Veranstaltercrew The Loud Minority sorgt dankenswerterweise dafür, dass es in Wien regelmäßig stolpernde Beats zu hören gibt. Für das kommende Wochenende gäbe es da auch gleich einen sehr empfehlenswerten Termin anzukündigen:

Samstag, 4.10.: Bullion (London) & Onra (Paris) @ Club U Wien

 
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