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Wien | 16.10.2008 | 13:25 
Netz vs. Musik, Digital vs. Analog, Breaks & Beats vs. Rhymes, Rap vs. Regierung, Me vs. the World.

HansWu, Reiser, Andreas

 
 
The very early days
  Die Geschichtsschreibung des Musikvideos ist eine Geschichtsschreibung voller Missverständnisse. Ich erinnere mich zum Beispiel dunkel daran, dass in der Fernsehwunschsendung Wurlitzer immer wieder 'Bohemian Rhapsody' von Queen als das "erste Musikvideo überhaupt" vorgestellt wurde. Stimmt natürlich nicht. Vielmehr gibt die Gattung des Musikkurzfilmes fast genauso lange wie den Tonfilm an sich. Hier zum Beispiel der 'St. Louis Blues' von Bessie Smith in einer verfilmten Version, die zwischen 1929 und 1932 in US-amerikanischen Kinos gezeigt wurde. Da wird nicht etwa nur die Sängerin und ihre Band bei der Performance abgefilmt, sondern auch die Geschichte in Bildern erzählt.
 
 
 
 

(Bonus Beats: John Lee Hooker & Louis Jordan)
 
 
 
  Auch sehr beliebt waren und sind musikfokussierte Szenen in Spielfilmen. Im Film 'The Girl Can't Help It' von 1956 schien die Story eines Agenten, der verzweifelt versucht, die musikalisch talentfreie Jayne Mansfield zur erfolgreichen Sängerin zu machen, überhaupt nur als Vehikel für die unzähligen 'cameos' von Rock'n'Rollern wie Little Richard, Gene Vincent und Eddie Cochran zu dienen. Der Plot beinhaltet auch eine vergangene Liebesgeschichte des Hauptakteurs mit der großen Julie London, die ihm dann in einer likörgetränkten Sequenz 'erscheinen' und zu ihrer eigenen Platte lipsynchen darf.
 
 
 
 

(Bonus Beats: Little Richard & Eddie Cochran)
 
 
 
  In den 60er Jahren fingen die Beatles an, ganze Filme um ihre Musik herum zu machen, und darin gab es dann meist gleich mehrere 'Videos' zu sehen. Weniger lustig als die meisten Beatles-Filme, aber in Bezug auf den musikalischen Prozess ungleich aufschlussreicher war Sympathy For The Devil, wo Jean-Luc Godard die Rolling Stones über unzählige Studiosessions und noch mehr verschiedene Varianten des namensgebenden Songs begleitet. Zwischendurch werden in Spielszenen Themen wie Black Power, Feminismus und die Macht der Medien angestreift. Das 'Musikvideo' zum Song stammt allerdings aus dem nie ausgestrahlten, jedoch mittlerweile auf DVD erhältlichen, 1968er Fernsehspecial 'The Rolling Stones Rock'n'Roll Circus'.
 
 
 
 

(Bonus Beats: Remix & Altamont)
 
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