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Wien | 12.11.2008 | 15:29 
Netz vs. Musik, Digital vs. Analog, Breaks & Beats vs. Rhymes, Rap vs. Regierung, Me vs. the World.

HansWu, Reiser, Andreas

 
 
Small Screen Stories: Genie oder Wahnsinn?
  Man kann mit Kanye West berechtigte Probleme haben. Da wäre zum Beispiel sein großes Maul, das sich so oft und so offensichtlich schützend vor ein sehr wehleidiges Künstler-Ego stellt. Auf der positiven Seite steht dem jedoch ein Werk entgegen, dass den Sound von Rap und R&B, in logischer Folge aber natürlich auch den des Pop der 00er Jahre höchst positiv beeinflusst hat. Desweiteren bringt der Ästhet seinen Fans in einem Blog Dinge wie Design, Mode und Architektur näher - und das mehrmals am Tag, trotz sicher nicht gerade viel Freizeit. Man kann dem Mann jedenfalls nicht vorwerfen, nicht genügend Einsatz und Leidenschaft zu zeigen.

Die neue Richtung seines Schaffens hat aber zumindest unter HipHop-Heads große Verwirrung ausgelöst. Auf seinem neuen Album '808s & Heartache' wird Kanye Wests Stimme nämlich vorwiegend singend und mit Autotune (also known as 'Cher'-Effekt) versehen zu hören sein, die Instrumentierung beschränkt sich weitgehend auf die namensgebende Drummachine und vereinzelte Synth-Akkorde. Während sich mir die neueste Single 'Heartless' (zu der es auch schon Bilder gibt) überhaupt nicht erschließt, habe ich mit 'Love Lockdown' mittlerweile meinen Frieden gefunden - für eine Pop-Ballade ist der Song nämlich eh okay. Aber das Video (Stichwort: trommelnde Afrikaner, bodygepaintete Mädchen) könnte man aber durchaus als ersten Schritt in Richtung prätenziöses Alterswerk deuten.
 
 
 
 

 
 
 
  R. Kelly ist ein noch viel ambivalenterer Fall, die Rate zwischen Hits und Misses ist bei ihm ungleich schlechter als bei Mr. West. Aber alleine dafür, dass er in der schnelllebigen Welt der R&B-Sternchen beiderlei Geschlechts seit 15 Jahren oben schwimmt (und das trotz diverser Skandale) könnte man ihm schon Respekt zollen. Und sein irrwitziges Projekt, in einem Song plus Video mit bis dato 22 Teilen eine (Beziehungs-)Geschichte zu erzählen, die den meisten Soap Operas wohl zu kompliziert wäre, ist weit und breit einzigartig.
 
 
 
 

(Bonus Beat: Hinter den Kulisse von Real Talk mit (real?) Schubbserei)
 
 
 
  Eigentlich sollte man über so etwas nicht lachen. Aber so tragisch wohl die Geschichte hinter diesem T-Baby Video ist, so unfreiwillig komisch ist die Ausführung. Abgesehen davon, dass sowohl Timing als auch Tonlage der Vocals sehr zu wünschen übrig lassen, gerät das Video dank der sichtlich gelangweilt agierenden Haupt- und Nebenakteur(inn)en und abgenutzter Klischees (Drinks auf den Boden!) zu einem Tutorial, wie man es besser NICHT machen sollte.
 
 
 
 
 
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